Celtic und Rangers: Keine Auswärtsfans beim Old Firm
Nach den chaotischen Szenen im Ibrox Stadium Anfang März ziehen Klubs und Liga Konsequenzen. In dieser Saison bleiben Gästefans beim Derby draußen.
Bei den Duellen der schottischen Fußball-Rivalen Celtic Glasgow und Glasgow Rangers werden in dieser Saison keine Auswärtsfans mehr zugelassen. Die "vorübergehende Vereinbarung" wurde nach Gesprächen der Klubs mit der Scottish Professional Football League (SPFL) erzielt und am Freitag veröffentlicht. Auslöser waren die schweren Ausschreitungen im Pokal-Viertelfinale am 8. März.
Damals waren im Ibrox Stadium Dutzende Festnahmen erfolgt. Rangers-Anhänger hatten den Platz gestürmt, um Celtic-Fans gegenüberzutreten, die nach dem Sieg ihres Teams im Elfmeterschießen zur Feier des Erfolgs ebenfalls auf das Spielfeld gelangt waren. Eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle kam zu dem Schluss, dass eine "Massenpanik" und "lebensbedrohliche Gewalt" nur knapp vermieden wurden.
Beide Vereine wurden inzwischen dazu verpflichtet, ihr nächstes Heimspiel im Scottish Cup unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Außerdem müssen sie dem jeweiligen Gegner wegen entgangener Einnahmen aus dem geteilten Kartenverkauf 100.000 Pfund Entschädigung zahlen.
In einer Erklärung der SPFL zu den Maßnahmen hieß es: "Diese vorübergehende Regelung ermöglicht es beiden Vereinen, gemeinsam mit der SPFL, der schottischen Polizei und anderen relevanten Interessengruppen, die Ergebnisse und Empfehlungen der unabhängigen Überprüfung angemessen zu prüfen, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und sicherzustellen, dass genügend Zeit für eine gründliche Planung zukünftiger Spiele zur Verfügung steht."
Die Rangers empfangen Celtic am 13. September im Premier Sports Cup. Eine Woche später kommt es im Celtic Park zum ersten Ligaduell der beiden Erzrivalen unter den neuen Auflagen.