CAF offen für FIFA-Pläne

Der afrikanische Kontinentalverband fordert seine Mitgliedsverbände auf, die FIFA-Pläne zu prüfen. Kritik kommt keine auf.

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CAF-Präsident Patrice Motsepe (l.) mit Gianni Infantino
CAF-Präsident Patrice Motsepe (l.) mit Gianni Infantino. Foto: AFP/SID/PAUL ELLIS

Afrikas Fußballverband steht den Investorenplänen der FIFA offen gegenüber. Die Confédération Africaine de Football (CAF) forderte ihre Mitgliedsverbände am Mittwoch auf, den Vorschlag zu prüfen und sich am Konsultationsprozess zu beteiligen. CAF-Präsident Patrice Motsepe berief für die kommende Woche eine Sitzung des Exekutivkomitees ein.

Die CAF sei "entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die finanziellen und sonstigen Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu stärken", hieß es in der Mitteilung des Kontinentalverbands.

Mit 54 Mitgliedsverbänden besitzt die CAF einen großen Stimmenblock innerhalb der FIFA. Nach der Kritik aus Nord- und Mittelamerika (CONCACAF), Europa (UEFA) sowie Asien (AFC) ist sie zudem die erste, die sich dem Vorhaben von FIFA-Präsident Gianni Infantino offen gegenüber zeigt. Motsepe hatte im Anschluss der Weltmeisterschaft öffentlich von Infantino geschwärmt und dessen "Schlüsselrolle" in der Entwicklung des afrikanischen Fußballs gepriesen.

Die FIFA mit ihrem Chef Infantino plant, Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der unter anderem "höhere Zahlungen an die Mitgliedsverbände" verspricht, möchte hierfür die Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. Medienberichten zufolge soll der Weltverbandspräsident den 211 Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt haben, um den Plänen zuzustimmen. Eine einfache Mehrheit soll demnach ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen.