Braunschweig nach Kantersieg in Magdeburg an der Spitze
Schon zur Pause führt die Eintracht gegen zehn Magdeburger 4:0.
Eiskalt an die Spitze: Eintracht Braunschweig hat mit einem Kantersieg beim 1. FC Magdeburg vorerst die Tabellenspitze der 2. Bundesliga erobert. Nach einer denkwürdigen ersten Halbzeit hieß es am Ende 6:1 (4:0) für die klar überlegenen Gäste. Kurios: Auch im Vorjahr war die Eintracht mit einem Sieg in Magdeburg gestartet, damals hieß es aber "nur" 1:0.
"Es war wie im Rausch, ein Bilderbuch-Auftakt", sagte Braunschweigs Torhüter Ron-Thorben Hoffmann bei Sky. Magdeburgs Stürmer Alexander Nollenberger war dagegen fassungslos. "Das tut sehr, sehr weh. Das hatte sich in keinster Weise angedeutet. Jetzt müssen wir schauen, warum das passiert ist."
Zur Pause war die Begegnung quasi entschieden: Aaron Opoku (15.), Jan Urbich (21./26.) und Mehmet Can Aydin (44., Foulelfmeter) stellten auf 4:0, zudem sah Magdeburgs Herbert Bockhorn (32.) wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Im zweiten Durchgang traf zunächst auch Magdeburg durch Mateusz Zukowski (49.), doch Samuele Di Benedetto (50.) und Florian Flick (61.) antworteten prompt.
In Magdeburg ging die Begegnungen mit einer Verzögerung los, weil eines der Tornetze mit Kabelbindern fixiert werden musste. Danach war es dann die FCM-Abwehr, die enorme Löcher zeigte. Allen voran der von Borussia Mönchengladbach ausgeliehene Urbich war nicht zu stoppen, die 23.500 Fans rieben sich zur Pause verwundert die Augen.
Der FCM war nach einem großen Umbruch mit zehn Zugängen und 15 Abgängen zuversichtlich in die Saison gegangen, die Vorbereitung lief glänzend. Doch Braunschweig konnte schon im zweiten Durchgang einen Gang zurückschalten. Für den FCM setzte sich damit eine schwarze Serie fort: Auch in seiner siebten Zweitliga-Saison gelang Magdeburg zum Start kein Sieg.