Boote als Notfallplan für WM-Transport in New Jersey

Wegen möglicher Probleme im Bahnverkehr hält NJ Transit zahlreiche Busse und nun sogar Fähren bereit.

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Boote als Notfallplan für WM-Transport in New Jersey
Foto: © AFP/SID/CHARLY TRIBALLEAU

Der Transport der Fans zum MetLife Stadium in New Jersey sorgt auch kurz vor dem ersten WM-Spiel weiter für Schlagzeilen. Aufgrund der Sorge vor Problemen im Schienennetz hält das Verkehrsunternehmen NJ Transit offenbar als Teil eines Notfallplans zwei Boote mit je 600 Plätzen bereit, die Fans von New Jersey zurück nach Manhattan bringen könnten. Das berichtete das Portal The Athletic am Tag vor dem Duell zwischen Brasilien und Marokko im WM-Finalstadion.

Die Fähren stehen NJ Transit demnach nach jedem der acht WM-Spiele vier Stunden zur Verfügung. Zudem sollen Hunderte Busse in Bereitschaft sein, falls es im Bahnverkehr zwischen der New Yorker Penn Station in Manhattan und dem Metlife Stadium zu Beeinträchtigungen kommen sollte. Im Verkehrsplan wird mit 40.000 Bahnreisenden gerechnet, die Anzahl der Parkplätz am Stadion (eigentlich 23.000) fällt deutlich geringer aus.

Schon der Preis für die Fahrt zur Arena, der von 12,90 US-Dollar auf zwischenzeitlich 150 US-Dollar stieg und nun bei 98 US-Dollar liegt, sorgte im Vorfeld des Turniers für reichlich Diskussionen. Rund um den Super Bowl der Footballliga NFL im MetLife Stadium war es 2014 dazu zu massiven Probleme im öffentlichen Nahverkehr gekommen.

Mikie Sherrill, Gouverneurin von New Jersey, lieferte sich zuletzt einen Schlagabtausch mit der FIFA und forderte, dass sie die Kosten übernehmen solle. Der Weltverband lehnte das ab, Sherrill entschied, die Kosten nicht auf Steuerzahler, sondern auf die WM-Reisenden abzuwälzen. Das Organisationskomitee New York/New Jersey bietet jedoch auch Fahrten in gelben Schulbussen für 20 US-Dollar (Hin- und Rückfahrt) an.

Laut The Athletic will die Gouverneurin mit dem Zug zum Spiel anreisen (Sonntag, 0.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV). "Sie möchte das schnellste und effizienteste System nutzen", sagte ein Beamter. Auch die deutsche Mannschaft spielt in der Gruppenphase zum Abschluss gegen Ecuador (25. Juni) in der Finalarena in New Jersey.