"Bin kein Model": Uruguay-Coach Bielsa verteidigt kurioses Foto
Der 70-Jährige verweigert beim offiziellen FIFA-Shooting den Blick in die Kamera - und redet sich in Rage.
"Einmal in die Kamera schauen, lächeln, und Cheeeeese!" Auf derartige Anweisungen hatte Uruguays Nationaltrainer Marcelo Bielsa offenbar gar keine Lust. Beim offiziellen FIFA-Shooting vor der WM verweigerte der 70-Jährige den obligatorischen Blick in die Linse. Stattdessen schaute Bielsa auf den Boden und präsentierte der Kamera lediglich sein lichtes Haupthaar.
"Ich bin kein Model", verteidigte er sein kurioses Bild nach dem 1:1 gegen Saudi-Arabien - und redete sich in Rage: "Ich muss keine Erklärung abgeben, das Foto ist nun mal so entstanden, wie es entstanden ist. Soll ich etwa auch noch erklären, warum ich die Leute, die gerade mit mir sprechen, nicht anschaue?"
Und weiter: "Es gibt eine Grenze dessen, was wir erklären müssen. Wenn ich eine Brille trage, warum trage ich eine Brille? Man schaut jemandem in die Augen, warum tut man das? Es ist nichts Falsches daran, eine Brille zu tragen, jemandem in die Augen zu schauen oder nach unten zu blicken." Auch in TV-Interviews während der WM schaute Bielsa lediglich auf den Boden.
Im Vorfeld des XXL-Turniers in den USA, Mexiko und Kanada hatte der Trainer bereits heftige Kritik geäußert. "Alle beschweren sich über die Einrichtungen und die Organisation, über die Trainingsanlagen und die Zustände an den Flughäfen sowie über die Inhaftierung von Spielern, Fotografen, Schiedsrichtern und Trainern", sagte Bielsa: "Es wird die schlechteste Weltmeisterschaft aller Zeiten werden."
Nach dem sportlich ernüchternden Auftakt gegen Saudi-Arabien trifft Uruguay in Gruppe H noch auf Kap Verde (Montag, 0.00 Uhr MESZ) und Spanien (27. Juni, 2.00 Uhr MESZ).