Bibelkreis mit dem Gegner: Nmecha bittet zum Gebet
Nach dem Sieg über Curacao findet der Dortmunder mit Jonathan Tah und mehreren Gegenspielern einen Moment der Andacht.
Felix Nmecha ist ein tiefgläubiger Mann, er stieg vor dem Spiel in Houston sogar mit Bibel in der Hand aus dem Bus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. So erklärt sich dann auch, dass der Profi von Borussia Dortmund nach dem WM-Auftakt seine Arme um Jonathan Tah legte und dazu drei Spieler des bitter unterlegenen Gegners Curacao in einen kleinen Kreis holte.
"Im Spiel waren wir Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder und haben zusammen ein kleines Gebet gesprochen", berichtete Nmecha, der beim 7:1 (3:1) das 1:0 erzielt und zudem den Foulelfmeter zum 3:1 herausgeholt hatte.
Ob Sieger, ob Verlierer: "Wir glauben alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird, deshalb sind wir da zusammengekommen", sagte Nmecha. Nach seinem Tor hatte er eine virtuelle Krone auf den Rasen gelegt - auch dies eine religiöse Geste.
Nmecha ist ein Posterboy der "Ballers in God", der Vereinigung der evangelikalen Fußballer. Der Instagram-Account des Zirkels wertete Nmechas Handeln als Beleg dafür, dass jeder Ruhm, jeder Sieg Jesus Christus gebührt.
Dass Nmecha sich an der Grenze zum Missionarischen bewegt, hat ihm auch schon Ärger eingebracht. Er teilte und likte bei Instagram Inhalte, die als homophob und transphob gewertet werden können. Nach der Ermordung des radikalen Eiferers Charlie Kirk in den USA löschte er einen Post, in dem er geschrieben hatte, Kirk habe "friedlich für seine Überzeugungen und Werte eingestanden".