Ballack: Kimmich von Klopp "nicht geschwächt"

Wird Joshua Kimmich noch gebraucht? Michael Ballack und Oliver Kahn antworten differenziert.

Teilen
Klare Meinung: Oliver Kahn
Klare Meinung: Oliver Kahn. Foto: picture-alliance/SVEN SIMON/SID/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Die früheren Nationalmannschaftskapitäne Oliver Kahn und Michael Ballack sehen beim neuen Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp noch keine Absetzbewegung von Joshua Kimmich. "Klopp hat ihn ein bisschen rausdelegiert für diese beiden Spiele, um zu sehen, wie die Gruppe ohne ihn funktioniert", sagte Ballack am Sonntag über den Bayern-Star, der wider Willen nicht in Klopps zweitem Kader dabei sein durfte.

"Damit schwächt er ihn nicht", betonte Ballack jedoch während der RTL-Vorberichterstattung auf die Nations-League-Revanche in Griechenland, "und ich sehe auch niemanden, der ihn derzeit ersetzen könnte." Klopp teste seine Optionen, "er fährt zweigleisig, und das finde ich völlig in Ordnung". Entsprechend komme die Diskussion "nicht zum richtigen Zeitpunkt".

Auch Kahn sieht den DFB-Kapitän Kimmich weiterhin als wichtigen Spieler für die Nationalmannschaft an. Nach einem Bundestrainerwechsel allerdings habe sich jeder aufs Neue zu beweisen: "Alle müssen das Gefühl bekommen, sich ihren Status erarbeiten zu müssen." Für eine Führungsfigur wie Kimmich sei es "wichtig, dass andere zu ihm aufschauen. Dafür fehlen ihm die Erfolge mit der Nationalmannschaft. Das macht es schwierig."

Lothar Matthäus sieht Kimmich "natürlich gesetzt, wenn er die Leistung bringt". Spiele ein anderer jedoch stärker auf der Position des Kapitäns im defensiven Mittelfeld, sagte der Rekordnationalspieler, "wird Kimmich es schwer haben". Beim 2:0 gegen Serbien hatten Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof überzeugt.

Klopp spielt die Diskussion, ob Kimmich weiterhin benötigt werde, bisher herunter. Entsprechenden Fragen wich er während seiner Pressekonferenz am Samstag aus. "Ich gebe auf. Macht, was ihr wollt", sagte er.