WM-Quartier: Völler glaubt an den "Geist von Winston-Salem"

Die Wahl des Turnier-Quartiers sei traditionell eine der deutschen Stärken, sagt der Sportdirektor.

WM-Quartier: Völler glaubt an den "Geist von Winston-Salem"
Foto: © AFP/SID/FABRICE COFFRINI

DFB-Sportdirektor Rudi Völler hofft, mit der mondänen Unterkunft "The Graylyn Estate" die Grundlage für eine erfolgreiche Fußball-WM gelegt zu haben. "Ich glaube normalerweise nicht an Gespenster, aber an den Geist von Winston-Salem glaube ich gerne", sagte der 65-Jährige im Interview mit der Sport Bild: "Denn die Basis, damit dieser Teamgeist, für den auch wir Deutschen bekannt sind, entstehen kann, ist dort definitiv gegeben."

Die Bedenken bezüglich des Base Camps könne er nicht nachvollziehen. "Die Wahl des Turnier-Quartiers ist traditionell eine der deutschen Stärken, und das seit Jahrzehnten", betonte Völler und verwies auf den aus seiner Sicht einzigen Fehlgriff mit Watutinki bei der WM 2018. "Aktuelle etwaige Bedenken kann ich komplett zerstreuen: Unser Teammanagement hat mit dem 'The Graylyn Estate' sehr gute Arbeit geleistet", führte der Sportdirektor aus.

Das Gesamtpaket sieht er dort als "perfekt" an. Die Anlage sei "kein Luxusgut, sondern einfach ein schönes historisches Hotel, das wir uns gemütlich machen werden", so Völler: "Mit vielen kleinen Dingen wie beispielsweise einer Players Lounge, in der die Spieler Freizeitaktivitäten unternehmen können. Zudem werden die Spieler ja immer auch ein bisschen frei haben und Besuch von ihren Familien bekommen. Das alles sorgt für die nötige Ablenkung zwischendurch."

Letztlich werde die Bewertung der Quartierauswahl aber von der sportlichen Leistung abhängen. "Alles ist eine Legendenbildung", betonte Völler: "Ob das Trainingscamp gut oder schlecht war, entscheidet allein, ob du ein super Turnier spielst. Wenn wir 1974 nicht Weltmeister geworden wären, gäbe es heute auch keinen 'Geist von Malente'". Es bleibe am Ende nur, "ob du erfolgreich warst".