WM 2026 in Gefahr
Stand jetzt könnten in Mexiko keine WM-Spiele stattfinden. Darüber dürfte sich sogar die FIFA im Klaren sein.
Russland, Katar, Saudi-Arabien - die WM-Ausrichter der Vergangenheit und Zukunft machen klar: Die FIFA schert sich bei der Wahl der Endrunden-Gastgeber nicht darum, ob es im Vorfeld oder während des Turniers zu Diskussionen kommen könnte.
Deshalb ist es auch nur eine Mär, dass sich der Weltverband bei der Vergabe der WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko besonders freute, weil es endlich mal keine Debatten geben werde. Es kam überraschend anders, doch schlicht formuliert: Das ist der FIFA wurst.
Vollkommen anders verhält es sich allerdings bei der Frage nach den Finanzen. Wenn es um den Kommerz geht, hört die Gleichgültigkeit der Bosse um Präsident Gianni Infantino auf. Und die Geldflüsse sind gewaltig gefährdet, wenn im Land eines Co-Gastgebers ein Drogenkrieg ausbricht.
Stand jetzt könnten in Mexiko keine WM-Spiele stattfinden. Darüber dürfte sich sogar die FIFA im Klaren sein. Sehenden Auges Tote bei der Endrunde zu riskieren - das trauen selbst die größten Kritiker dem Weltverband nicht zu.
Eine Verlegung der WM-Partien in die USA oder nach Kanada wäre die einzige Alternative. Das allerdings würde Unsummen kosten. Und da die FIFA so etwas nicht mag, bleibt ihr erst einmal nur die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage.
Hinter den Kulissen dürfte der Weltverband allerdings bereits an einem Plan B arbeiten. Denn noch viel teurer als Spielverlegungen wäre ein aus Fahrlässigkeit beschädigtes Image des Premiumprodukts.