Vázquez trifft: Bayer vergrößert Bremer Sorgen
Leverkusen feiert den ersten Sieg im neuen Jahr. Werder hingegen kann den Negativlauf nicht stoppen.
Bayer Leverkusen hat seine "Mini-Krise" in der Fußball-Bundesliga beendet und die Abstiegssorgen von Werder Bremen vergrößert. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand bezwang die Hanseaten am Samstag verdient mit 1:0 (1:0) und hat die Champions-League-Ränge weiter im Blick. Bei Werder hingegen wächst die Angst: Die Bremer warten seit acht Ligaspielen auf einen Sieg.
Der fünfmalige Champions-League-Sieger Lucas Vázquez (37.) sorgte mit seinem ersten Treffer für Bayer für den Sieg der Werkself, die vor wegweisenden Wochen die erhoffte Trendwende einleitete. Werder muss den Blick dagegen nach unten richten: Der Vorsprung auf den Relegationsrang schmilzt.
Hjulmand hatte angesichts der größten Schwächephase seiner Amtszeit (seit Anfang September) selbst von einer "Mini-Krise" gesprochen und einen Heimerfolg gefordert: "Mit einem Sieg und noch einem Sieg" sei "alles wieder okay". An Werder hatte die Werkself aber schlechte Erinnerungen: Nach dem 3:3 im Hinspiel war Erik ten Hag entlassen worden.
Und Bayer wirkte zu Beginn verunsichert, Werder suchte den Weg nach vorne. Jens Stage scheiterte nach einem schnell ausgeführten Freistoß an Janis Blaswich (3.). Die Gastgeber waren um Spielkontrolle bemüht - und gingen fast nach einem Standard in Führung: Ein Abpraller nach einer Ecke landete vor den Füßen von Loïc Badé, der aus kurzer Distanz Werder-Keeper Mio Backhaus anschoss (8.). Ein vermeintlicher Treffer von Geburtstagskind Patrik Schick (30) zählte wenig später nicht, da der Tscheche den Ball mit dem Arm ins Tor bugsiert hatte (12.).
Und wie bei der 0:2-Niederlage bei Olympiakos Piräus unter der Woche begann Bayer, fahrlässig mit seinen Chancen umzugehen: Ernest Poku schoss eine perfekte Hereingabe von Schick aus vier Metern kläglich über das Tor (18.). Die Partie verflachte in der Folge, Werder stand nun kompakter und traute sich immer wieder in die Offensive.
Bayer suchte die Lücken - und fand eine: Der auffällige Ibrahim Maza steckte nach einem Doppelpass auf Vázquez durch, der eiskalt einschob. Auf der Gegenseite köpfte Justin Njinmah aus dem Nichts an den Pfosten (41.). Wenig später war auch Bayer im Aluminiumpech: Maza (45.+1) schoss aus dem Stand sehenswert an den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams den Weg in die Offensive. Der Abschluss von Werders Romano Schmid wurde geblockt (49.), Bayers Alejandro Grimaldo scheiterte mit einem Flachschuss an Backhaus (50.). Die Partie war nun von vielen Zweikämpfen geprägt. Bei Bayer kam der lange verletzte argentinische Weltmeister Exequiel Palacios zu seinem ersten Einsatz seit Mitte September und sollte mithelfen, die Führung über die Zeit zu bringen.