Trinity Rodmans Millionenvertrag setzt jetzt den neuen Maßstab im Frauenfußball
Trinity Rodman wird mit ihrem neuen Vertrag zur bestbezahlten Fußballerin der Welt.
Trinity Rodman bindet sich für drei weitere Jahre an Washington Spirit, und die Zahlen, die dabei im Raum stehen, markieren einen Wendepunkt. Mehr als zwei Millionen US-Dollar pro Jahr, inklusive Prämien – das ist die neue Benchmark im Frauenfußball.
Ihr Agent spricht davon, dass sie damit zur bestbezahlten Spielerin der Welt wird. Ob das in allen Details stimmt, lässt sich schwer überprüfen. Aber die Richtung ist eindeutig.
Was hier passiert, ist mehr als ein Vertragsabschluss. Es ist ein Statement. Washington Spirit positioniert sich als Klub, der bereit ist, in eine einzelne Spielerin zu investieren wie kein anderer zuvor in der NWSL. Die Vereinsmitteilung spricht von einem der bedeutendsten Verträge im weltweiten Frauenfußball. Das ist keine Übertreibung, sondern eine nüchterne Einordnung dessen, was gerade geschieht.
Rodman ist 23 Jahre alt. Sie hat bei der Weltmeisterschaft gespielt, sie hat Titel geholt, sie ist das Gesicht einer Generation amerikanischer Fußballerinnen, die mit einem völlig anderen Selbstverständnis aufwachsen als ihre Vorgängerinnen. Für sie ist es selbstverständlich, dass Leistung angemessen bezahlt wird. Dass ein Vertrag nicht nur Anerkennung bedeutet, sondern auch wirtschaftliche Unabhängigkeit.
US-Liga NWSL auf Wachstumskurs
Die NWSL hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt. Von einer Liga, die ums Überleben kämpfte, zu einer Plattform, auf der Verträge dieser Größenordnung möglich werden. Das liegt an steigenden TV-Einnahmen, an wachsendem Zuschauerinteresse, an Investoren, die das Potenzial erkannt haben. Rodmans Vertrag ist das Ergebnis dieser Entwicklung – und gleichzeitig ihr Beschleuniger.
Denn solche Deals setzen Maßstäbe. Andere Spielerinnen werden sich daran orientieren. Andere Klubs werden nachziehen müssen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Der Markt verschiebt sich, und zwar dauerhaft.
Natürlich bleiben Fragen offen. Wie nachhaltig ist dieses Modell? Können andere NWSL-Klubs mithalten, oder entsteht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft? Und wie verhält sich das amerikanische Gehaltsniveau zu dem, was in Europa gezahlt wird?
Diese Fragen werden die kommenden Jahre beantworten. Im Moment zählt etwas anderes: Eine 23-Jährige hat einen Vertrag unterschrieben, der zeigt, wohin die Reise geht. Trinity Rodman sagt, es sei ein großer Schritt für den gesamten Fußball. Das klingt nach einer großen Phrase. Aber in diesem Fall ist es einfach nur zutreffend.