"Rosarote Brille": Riera blendet Kritik aus

Seit seinem Amtsantritt bei Eintracht Frankfurt polarisiert Albert Riera mit seinen Aussagen. Das stört ihn offenbar nicht.

"Rosarote Brille": Riera blendet Kritik aus
Foto: © picture-alliance/Kessler-Sportfotografie/SID/Jürgen Kessler

Trainer Albert Riera beschäftigt sich nach eigener Aussage nicht mit der Kritik an seiner Kommunikation und der Unruhe im Umfeld bei Eintracht Frankfurt. Er denke nur an das Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky), sagte der Spanier auf die Frage, ob er sich davor sorge, dass die Stimmung ins Negative driften könnte: "Das Wichtigste sind drei Punkte. An etwas anderes denke ich nicht."

Mit seinem Auftreten sorgt der Nachfolger von Dino Toppmöller bereits früh in seiner Amtszeit für Aufsehen am Main. Als er im Februar übernommen hatte, sei die Mannschaft "nicht nur die schlechteste, was Gegentore angeht, in der Bundesliga, sondern in ganz Europa" gewesen, sagte Riera etwa nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln (2:2).

Nun verteidigte der 43-Jährige seine drastische Ausdrucksweise. Seine Spieler wüssten bereits, was er öffentlich sage. "Sie sind vorbereitet. Was du vielleicht als Kritik siehst, sehe ich eher als eine Botschaft, um eine Reaktion hervorzurufen", sagte Riera. "Vielleicht muss ich es auch bewusst dafür einsetzen. Deshalb sehe ich es nicht als Kritik."

Zudem erläuterte der frühere Liverpool-Profi seine Herangehensweise. "Wenn ein Glas Wasser zur Hälfte gefüllt ist, siehst du es vielleicht als halb leer - und ich sehe es als halb voll", sagte Riera: "Ich betrachte die Dinge also auf eine schöne Weise, durch eine rosarote Brille. Deshalb bin ich immer positiv, lächle und bin glücklich."

In Wolfsburg kann die SGE laut Riera dazu frei aufspielen. Für den VfL gehe es um den Klassenerhalt, Frankfurt kämpfe um Europa. "Wenn wir Druck haben und sie auch Druck haben - welcher ist schöner? Ich denke, unserer ist schöner, also müssen wir das ausnutzen", forderte er.