Ricken: BVB nicht auf Spielerverkäufe angewiesen

Das frühe Champions-League-Aus schmerzt die Dortmunder, an den Plänen soll es aber kaum etwas ändern.

Ricken: BVB nicht auf Spielerverkäufe angewiesen
Foto: © AFP/SID/Ronny HARTMANN

Trotz des frühen Ausscheidens aus der Champions League und der damit verpassten Einnahmen ist Borussia Dortmund nicht auf Verkäufe von Spielern angewiesen. "Es ist total ärgerlich und schmerzhaft, dass wir uns dieses Jahr das Ergebnis versauen", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken im Interview mit der Funke Mediengruppe: "Aber wir haben in den vergangenen Jahren so seriös und verantwortungsvoll gearbeitet, dass es nicht um die wirtschaftliche Stabilität des Vereins geht. Das Budget wird sich kaum ändern."

Stattdessen sei es der Anspruch des BVB, sich weiter zu verbessern und dafür auch auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Es sei "ein Ziel", einen starken Flügelspieler zu verpflichten, der sich im Eins gegen Eins durchsetzen könne. Auch wolle der BVB "wieder beweisen", dass er "Talente zu Weltklassespielern entwickeln" könne.

"Gleichzeitig brauchen wir für die Entwicklung dieser Talente einen resilienten Mannschaftskern. Spieler, die vorangehen, die in ihrem Peak sind und die ihr Leistungspotenzial konstant abrufen. Wir wollen und müssen wieder besser werden", sagte Ricken, der betonte, dass Trainer Niko Kovac diesen Weg mitgehe: "Wir müssen schon an den Schrauben drehen, dass wir dahin kommen, auch die Bayern mal wieder zu schlagen."

Nach dem 2:3 am vergangenen Wochenende gegen die Münchner beträgt der Rückstand auf den Rekordmeister elf Punkte, das Titelrennen scheint zehn Spieltage vor Schluss entschieden. Das klare Dortmunder Ziel ist das Erreichen der Champions League als Zweiter.

Dass der BVB in den Playoffs der Königsklasse gegen Atalanta Bergamo und im DFB-Pokal bereits im Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden war, werde die Analyse der Saison prägen. Leverkusen sei "eine Mannschaft, die in der Bundesliga-Tabelle neun Punkte hinter uns steht. Wir hatten ein Heimspiel und sind gescheitert. Das war eine große Enttäuschung", betonte Ricken. In der Champions League sei Dortmund "nicht gegen ein europäisches Schwergewicht ausgeschieden. Da waren wir in dieser Saison einfach zu leicht."

Diese habe "immer etwas mit Qualität, Erfahrung und auch Führung innerhalb des Teams zu tun", betonte der 49-Jährige: "Dass wir das in unserer Mannschaft haben, hat die Bundesliga gezeigt. Leider nicht die Champions League. Das sind Fragen, auf die Antworten und Lösungen gefunden werden müssen."