Pleite gegen Frankfurt: "Schlag in die Fresse" für Wolfsburg
Der VfL taumelt dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen - Klubverantwortliche und Trainer sprechen Klartext.
Diego Benaglio wählte drastische Worte. "Es fühlt sich wieder an, wie ein Schlag in die Fresse. So ehrlich muss ich sein", sagte der ehemalige Torhüter, mittlerweile Mitglied des Klub-Aufsichtsrats, nach dem bitteren 1:2 (0:2) seines VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt. Dennoch müsse man im Abstiegskampf "weiter dran glauben". Dass es jedoch von Spieltag zu Spieltag schwieriger werde und "die Tabelle auch nicht lügt - keine Frage".
Nach der zwölften Partie ohne Sieg - so viele, wie zuletzt 1998 - taumeln die Niedersachsen weiter dem Absturz in die Zweitklassigkeit entgegen. Mit nur 21 Punkten ist die Lage mehr als brenzlig, sogar das Schlusslicht 1. FC Heidenheim (19) schloss nach dem 3:1-Erfolg gegen Union Berlin im Parallelspiel am Samstag wieder auf.
"Es ist bitter, dass wir wieder mit leeren Händen dastehen", sagte auch Trainer Dieter Hecking. Er sei kein Mann "für Durchhalteparolen", erklärte der 61-Jährige: "Wir wissen, um was es geht. Es geht wahrscheinlich nur noch um Platz 16. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen und es wird schwer genug, das zu erreichen." Seine Mannschaft habe aber gezeigt, dass sie sich nicht aufgebe, betonte Hecking.
Oscar Höjlund (21.) und Arnaud Kalimuendo (32.) hatten mit ihren Toren die Wolfsburger Abstiegssorgen vergrößert, der Anschlusstreffer durch Dzenan Pejcinovic (90.+7) war zu spät gekommen. Aufgeben will in Wolfsburg bei noch fünf verbleibenden Spielen aber niemand. Nun müsse man sich "wieder aufrappeln und weiter dran ziehen", sagte Benaglio: "Sollen wir liegen bleiben? Das ist keine Option."