ÖFB-Frauen: Schriebl geht, Söndergaard kommt

Das "Projekt" Alexander Schriebl sei nicht aufgegangen, teilte der Verband mit. Sein Nachfolger ist bereits gefunden.

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ÖFB-Frauen: Schriebl geht, Söndergaard kommt
Foto: © AFP/SID/FRANCK FIFE

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat Frauen-Nationaltrainer Alexander Schriebl seines Amtes enthoben und in Lars Söndergaard direkt einen Nachfolger präsentiert. Der Verband verkündete die personelle Entscheidung am Mittwoch, nach einer sportlich herausfordernden Phase habe es laut Sportdirektor Peter Schöttel eine "klare Weichenstellung" gebraucht.

"Vor eineinhalb Jahren haben wir einen mutigen Neubeginn eingeleitet und dabei auch durchaus Risiko genommen", erklärte Schöttel: "Dieses Projekt ist in einer insgesamt sehr herausfordernden Konstellation jedoch nicht in der gewünschten Form aufgegangen." Der Salzburger Schriebl hatte die Österreicherinnen erst im Januar des vergangenen Jahres übernommen, in den vergangenen 14 Pflichtspielen jedoch neun Niederlagen mit dem Team hinnehmen müssen.

Zuletzt hatten die ÖFB-Frauen in der WM-Qualifikation zwei Mal gegen die deutsche Auswahl gespielt, auswärts hatte es zunächst ein 1:5 und vor heimischer Kulisse dann ein torloses Unentschieden gegeben. Letztere "positive Reaktion" habe jedoch nicht gereicht, betonte Schöttel.

Mit dem Dänen Söndergaard, der zuletzt sechs Jahre die Frauen-Mannschaft seiner Heimat betreut hatte, konnte der Verband "eine anerkannte Persönlichkeit des europäischen Fußballs gewinnen", so Schöttel. Der 67-Jährige soll die Nationalelf zunächst bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien betreuen. Österreich will sich erstmals für das Großevent qualifizieren.