Lerch über Popp-Ausfall: "Tut uns allen weh"
Die Leistungsträgerin hat sich eine Verletzung zugezogen und verpasst auf ihrer Abschiedstour das Viertelfinale der Königsklasse.
Trainer Stephan Lerch bedauert den Ausfall von Alexandra Popp beim VfL Wolfsburg kurz vor dem Viertelfinale der Champions League. Die 34-Jährige sei "eine sehr wichtige Spielerin", sagte Lerch vor dem Hinspiel gegen OL Lyonnes am Dienstag (18.45 Uhr/Disney+): "Gerade in solchen Spielen ist sie eine Anführerin, sie hat schon oft genug auf dieser Bühne gestanden."
In diesen Partien nehme Popp eine noch größere Führungsrolle ein, "deshalb tut dieser Ausfall uns allen weh", sagte Lerch. Dennoch sieht der VfL-Coach sein Team gut gerüstet für die Herausforderung. "Wir haben in dieser Saison schon gezeigt, dass wir es auch ohne Poppi richten und erfolgreich sein können", erklärte der 41-Jährige und verwies auf die Playoffs gegen Juventus Turin, als Popp das Rückspiel (2:0) aufgrund eines Infekts verpasst hatte.
Am Montagvormittag hatte der VfL mitgeteilt, dass Popp von einer muskulären Verletzung "einige Wochen außer Gefecht" gesetzt werde. Die Verletzung der Stürmerin, die im Sommer zum derzeitigen Regionalligisten Borussia Dortmund wechseln wird, kommt zur Unzeit. In der kommenden Woche steht bereits am 2. April das Rückspiel gegen Lyon an, drei Tage später ist der VfL im Halbfinale des DFB-Pokals bei Carl Zeiss Jena gefordert.
Popps Ausfall sei "sehr schade", sagte auch Mittelfeldspielerin Ella Peddemors. Dennoch habe man "einen klaren Matchplan und wir sind alle bereit". Im Duell mit den Französinnen um Ex-Wolfsburgerin Jule Brand sieht Lerch seine Mannschaft derweil als Außenseiter, Lyon sei ein "großer Titelfavorit". Man habe "Respekt vor dem Gegner, aber wir dürfen keine Angst haben", forderte Lerch. Im Vergleich zur Niederlage in der Ligaphase (1:3) müsse sein Team "im Ballbesitz mutiger agieren".
Dabei muss der Coach weiter auf Lena Lattwein verzichten, auch für Sophia Kleinherne kommt die Partie noch zu früh. Einsatzfähig ist hingegen wieder Nationalspielerin Camilla Küver.