Kwasniok über frühe Abreise: "Das ist keine Karnevalsflucht"
Bei aller "Show" geht es laut Kwasniok für den 1. FC Köln um Ergebnisse.
Trainer Lukas Kwasniok will nichts von einer "Karnevalsflucht" des 1. FC Köln vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Samstagabend wissen (18.30 Uhr/Sky). "Das ist keine Flucht, sondern Professionalität", sagte der Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag: "Bei aller Show, es geht hier um Ergebnisse. Und die sind in der Vergangenheit rund um Karneval alles andere als berauschend gewesen", fügte Kwasniok hinzu.
Die Mannschaft aus der Karnevalshochburg wird noch am Donnerstag nach Frankfurt reisen, am DFB-Campus nächtigen und nach der Einheit am Freitag gen Stuttgart weiterreisen. Die Ablenkungsgefahr in Köln sei laut Kwasniok zu groß und die Ergebnisse am "jecken" Wochenende in der Tat nicht allzu erbaulich: In den vergangenen 26 Jahren feierten die Kölner nur drei Siege in der ersten und zweiten Liga.
Für Kwasniok ist wichtig, dass sein Team "am Maximum agiert" und so "auch mal etwas ziehen" kann. "Wir können jetzt mit den Großen auf Augenhöhe agieren, das war in der Hinrunde anders", erklärte der 44-Jährige, der mit den Kölnern mit 23 Punkten auf Platz zehn der Fußball-Bundesliga steht. Im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel (ab 1995/1996) hatte nach dem 21. Spieltag kein Tabellenzehnter so wenige Zähler auf dem Konto wie Köln aktuell.
Positiv ist hingegen die Personalsituation. Die Angreifer Said El Mala und Ragnar Ache werden gegen die Schwaben wieder eine Option sein, ebenso wie Innenverteidiger Dominique Heintz, der nach muskulären Problemen wieder fit ist. Isak Johannesson trainierte nach Magen-Darm-Infekt nur individuell. Bei ihm entscheidet es sich kurzfristig, ob der 22-Jährige dabei sein wird.