Kwasniok-Nachfolger Wagner will den "Druck lösen"

In seinem ersten Statement als Trainer des 1. FC Köln spricht René Wagner optimistisch über die Mission Klassenerhalt.

Kwasniok-Nachfolger Wagner will den "Druck lösen"
Foto: © IMAGO/SID/Steffie Wunderl

Interimstrainer René Wagner will den Profis des 1. FC Köln im Abstiegskampf die Last von den Schultern nehmen. "Ich kann besser arbeiten, wenn ich organisiert bin und mir nicht viele Gedanken über das mache, was außerhalb passiert. Aber natürlich ist es an uns, den Druck von den Spielern weitestgehend zu lösen", sagte der 37-Jährige.

Der bisherige Co-Trainer von Lukas Kwasniok blickt trotz der schwierigen Situation mit Vorfreude auf die anstehenden Wochen. "Ich kenne die Stadt, war zweimal im Verein, und von daher macht es mich auch irgendwo stolz. Am Ende geht es aber darum, eine Aufgabe zu erfüllen", sagte Wagner im Anschluss an das Mannschaftstraining am Dienstagmittag. Laut Sportchef Thomas Kessler könnte der Interimscoach zur Dauerlösung beim FC werden. Wie lange Wagner das Team interimsweise führen wird, ist noch offen.

Nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 18 Bundesliga-Partien taumelt der FC trotz verheißungsvollem Saisonstart der Abstiegszone entgegen - lediglich zwei Punkte sind es noch auf den Relegationsrang.

Während er anlässlich der neuen Aufgabe bereits mit seinem einstigen Chef Steffen Baumgart im Austausch stand ("Er hat mir gesagt, dass ich bei mir bleiben soll und die neue Rolle ein paar andere Themengebiete aufmachen wird"), bestand zum entlassenen Kwasniok noch kein Kontakt.

Warme Worte hatte Wagner trotzdem für seinen Vorgänger übrig. "Lukas war ein Trainer, der unfassbar inhaltlich gearbeitet hat, jemand, der Fußball jeden Tag, jede Sekunde, jede Millisekunde einfach auch gelebt hat", sagte er. Etwas, das sich Wagner in Hauptverantwortung zum Vorbild nehmen will. Trotzdem habe "jeder Trainer, jeder Mensch, jeder Staff immer irgendwo kleine Dinge, die verbessert werden können".