Krösche fordert: "Müssen schneller am Markt sein"
Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt sieht in Deutschland Nachholbedarf in der Jugendarbeit.
Sportvorstand Markus Krösche von Eintracht Frankfurt sieht die Fußball-Bundesliga im Wettbewerb um junge Spieler mit den internationalen Topligen in der Pflicht. "Es ist zweischneidig: Wir müssen mehr deutsche Talente besser entwickeln, aber auch schneller am Markt sein", sagte der 45-Jährige im FAZ-Interview.
Die Bundesliga sei "keine Ausbildungsliga", so Krösche: "Wir als Eintracht Frankfurt haben die Europa League gewonnen, Borussia Dortmund war im Champions-League-Finale, Bayer Leverkusen im Endspiel der Europa League. Wir sind wettbewerbsfähig." Derzeit seien die Rahmenbedingungen aber so, "dass die besten Spieler der Bundesliga nach England wechseln".
Das liege laut Krösche vor allem an der Eigentümerstruktur und dem Kapital in der Premier League. Die 50+1-Regel in Deutschland sei "nicht das Problem", sagte Krösche. Die deutschen Klubs müssten "eine Nische finden und uns mehr auf unsere eigene Nachwuchsarbeit konzentrieren".