"Jude Bellingham ist kein einfacher Typ"

Otto Addo arbeitete bei Borussia Dortmund mit dem Real-Star zusammen. Der Engländer ist für ihn jemand, der unbedingt gewinnen will.

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"Jude Bellingham ist kein einfacher Typ"
Foto: Imago / Kirchner-Media

Eigentlich wäre Otto Addo als Trainer Ghanas zur Weltmeisterschaft gefahren, doch nach der Niederlage im Testspiel gegen Deutschland vor einigen Wochen setzte ihn der Verband noch in der gleichen Nacht vor die Tür. Nun fliegt er aber als Mitarbeiter der FIFA nach Nordamerika, um dort im Rahmen des Turniers die Partien auszuwerten. Unter anderem darüber spricht der gebürtige Hamburger in der neuen Folge des Podcasts Schwarzgelbe Runde.

"Ich war darauf schon vorbereitet, denn man befindet sich dort in einer ständigen Unruhe", blickt Addo auf sein Ende als Coach der Black Stars zurück. Dennoch hat es ihm Spaß gemacht, als Nationaltrainer zu arbeiten. Zum Verhängnis wurde ihm vor allem die verpasste Qualifikation für den Afrika-Cup. Die zeigt allerdings die hohe Qualität des afrikanischen Fußballs auf. "Wir haben viele Nationen, die sehr gut sind. Das wird oft unterschätzt", findet er.

Vor seiner Zeit in Ghana war Addo bei Borussia Dortmund tätig und kümmerte sich um die Top-Talente. Eines dieser großen Talente war Jude Bellingham, der längst zu den absoluten Stars im internationalen Fußball zählt. "Wenn ich ihm schreibe, dann antwortet er mir auch", erzählt er. "Er ist allerdings kein einfacher Typ und kann sehr fordernd sein. Aber er meint das nicht böse. Er will einfach nur gewinnen, auf Teufel komm raus."

In der neuen Folge mit Moderator Sascha Staat geht es außerdem um die oft sehr hohe Erwartung an die Talente. "Das ist äußerst komplex, zumal jeder Spieler für sich einen anderen Weg braucht", berichtet Addo. Das war auch für ihn so, da er sich in seiner Karriere gleich drei Mal das Kreuzband riss. Neben den sportlichen Themen geht es auch um den Kampf gegen Rassismus im Sport. Er selbst setzt sich dafür mit einer Agentur Roots ganz intensiv ein.