Heidenheim darf weiter auf Wunder Klassenerhalt hoffen

Die Mannschaft von Frank Schmidt ist nach dem unglücklichen 3:3 in München weiter im Rennen.

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Heidenheim darf weiter auf Wunder Klassenerhalt hoffen
Foto: © AFP/SID/Karl-Josef HILDENBRAND

Das bittere 3:3 (2:1) bei Meister Bayern München sorgte beim 1. FC Heidenheim für reichlich Frust - doch der kleine Klub von der Ostalb darf trotz der knapp verpassten Sensation weiter auf das Wunder Klassenerhalt hoffen. Da der direkte Konkurrent FC St. Pauli am Sonntag gegen Mainz 05 patzte (1:2), bleibt das Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt noch im Rennen um den Relegationsplatz, um den auch der VfL Wolfsburg kämpft.

In den beiden Spielen in Köln am kommenden Sonntag (10. Mai) und dann im Saisonfinale gegen Mainz (16. Mai) lebt in Heidenheim noch der "kleine Funken Hoffnung", so Kapitän Patrick Mainka. Dabei war der FCH vor Wochen mit zehn Punkten Rückstand zum Relegationsplatz schon weit abgeschlagen gewesen.

Doch Heidenheim zeigte zuletzt Kampfgeist und hätte am Samstag beinahe sogar den großen FC Bayern besiegt. Erst ein unglücklicher Ausgleichstreffer von Bayerns Michael Olise spät in der Nachspielzeit (90.+10) verhinderte die Riesenüberraschung gegen den Meister und Champions-League-Halbfinalisten.

Dies wäre in seinem 100. Bundesligaspiel "natürlich eine Sensation gewesen", sagte Mainka und sprach von einem "Riesen-Rückschlag". Aber auch so sei das Remis "eigentlich Wahnsinn. Der Abstiegskampf ist brutal. Das haben wir letztes Jahr in der Relegation in Elversberg gezeigt." Da hatte sich der FCH quasi in letzter Sekunde gerettet.

Das 3:3 in München machte aber Mut, auch in der dritten Saison den Klassenerhalt zu realisieren. Er wolle "keine negativen Vibes versprühen. Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Die drei Punkte wären wahnsinnig für uns gewesen, aber vielleicht ist der Punkt noch was wert", hatte Schmidt schon nach dem Abpfiff in München betont.

Sicher ist auf jeden Fall, dass Schmidt, Trainer beim FCH seit 2007, auch im Falle des Abstiegs bis mindestens 2027 bleiben wird. Natürlich mache "so eine Situation etwas mit einem", sagte er unlängst: "Aber auf mich kann man sich verlassen, ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen."