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Havertz oder Füllkrug: Es kann im Achtelfinale nur einen geben

Der eine ackert, der andere trifft: Wen soll Bundestrainer Nagelsmann im Sturm aufstellen? Darüber wird leidenschaftlich diskutiert

Inhaltsverzeichnis

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!

Gestern habe ich im EM-Quartier in Herzogenaurach meine sieben Sachen gepackt und bin Richtung Dortmund (mit Zwischenstation Hamburg) aufgebrochen, wo am Samstag das erste deutsche K.o.-Spiel stattfindet. Ein letzter Blick zurück ins Mediencenter, wo die Kollegen fleißig an ihren Texten feilten… Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man nicht weiß, ob man nächste Woche zurückkehrt.

Eine dumme Niederlage am Samstag gegen Dänemark - und die deutsche Nationalmannschaft beendet ihre Heim-EM. Zwei Wochen vor dem Endspiel in Berlin. Für uns Journalisten bedeutet das: Urlaub oder Berichte von acht anderen Nationen, die im Viertelfinale stehen. So oder so, vor Ort in Herzogenaurach passiert nix Gravierendes mehr. Außer Aufräumarbeiten.

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Den Begriff Aufräumarbeiten finde ich besonders schön. Wir sind ja alle total begeistert, welchen Fußball Bundestrainer Julian Nagelsmann spielen lässt. Am Ende aber, und das ist die Wahrheit, wird seine Arbeit am Erfolg gemessen. Ein Aus im Achtelfinale wie 2021 mit Joachim Löw würde auch für ihn bedeuten: Aufräumarbeiten. Ich mag mir das gar nicht ausmalen.

Denn seien wir ehrlich: Wir haben uns von der guten Laune im deutschen Team anstecken lassen. Das Team hat Hierarchie, Siegeswillen, Charakter. Und einen Mittelfeldstrategen Toni Kroos, der weiß, wie man große Spiele gewinnt. Aber in K.o.-Spielen heißt das nix. Die Turniergeschichte erzählt viele Dramen von Mannschaften, die als unbezwingbar galten. Aber das ignoriere ich jetzt mal.

Ein erfolgreiches Wochenende wünscht

Euer Pit Gottschalk


⚽️ "Gegen Dänemark mit echtem Neuner!"

Heute zu Gast: Christopher Michel (fussball.news)

Füllkug oder Havertz? Oder vielleicht Havertz mit Füllkrug? Das ist die wichtigste Frage vor dem EM-Achtelfinale gegen Dänemark, über die sich die Aushilfsbundestrainer Pit Gottschalk, Malte Asmus und ihr Gast Christopher Michel (fussball.news) den Kopf zerbrechen. Und sie haben in der Frage eine ganz klare Meinung. Zum Podcast: Hier klicken!


Havertz oder Füllkrug: Es kann nur einen geben

Von Oliver Mucha und Marco Mäder

Rudi Völler hat es sich einst leicht gemacht. Statt sich bei der WM 2002 zwischen Miroslav Klose und Carsten Jancker zu entscheiden, ließ der damalige Teamchef in der Vorrunde einfach beide stürmen. "Ich habe das relativ einfach geregelt", sagte Völler schmunzelnd. 

Für Julian Nagelsmann ist die heikle Offensivfrage nicht so einfach zu beantworten. Niclas Füllkrug drängt vor seinem Heimspiel in Dortmund in die Startelf, doch für seinen Super-Joker müsste der Bundestrainer Kai Havertz oder Florian Wirtz opfern.

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Wird Nagelsmann ausgerechnet vor dem Achtelfinale gegen Dänemark am Samstag seine Startelf gleich auf zwei Positionen umbauen? Er muss ja bereits den gelbgesperrten Innenverteidiger Jonathan Tah ersetzen. Auf der "Neun" startete in den sieben Länderspielen 2024 immer Havertz, Füllkrug kam von der Bank.

"Er liefert Argumente für beide Sachen: Als Joker weiter zu fungieren, weil er es super macht, oder eben auch mal von Beginn an. Das ist Freud und Leid für ihn zugleich, dass er die Rolle gut erfüllt", sagte Nagelsmann über den Mann mit der charakteristischen Zahnlücke.

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Der 31-Jährige muckt trotz seiner fantastischen Torquote von 13 Treffern in 19 Länderspielen nicht auf. "Der Titel", betonte Füllkrug, "ist so viel größer als der Einzelne selbst." Er würde sofort unterschreiben, jetzt Europameister zu werden, auch wenn er weiter von der Bank käme. 

Doch ganz aufgegeben hat der beste Joker der deutschen Turnier-Geschichte die Hoffnung auf einen Platz in der Anfangsformation nicht. Nagelsmann habe schließlich "immer gesagt, das ist nicht in Stein gemeißelt. Er macht das auch abhängig vom Gegner."

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Sandro Wagner vertrat als Profi und TV-Experte immer lautstark seine Meinung. Neben Bundestrainer Julian Nagelsmann nimmt er die zurückhaltende Assistenten-Rolle bei der DFB-Elf klaglos an - und trägt still zum Erfolg der Mannschaft bei.

Der Bundestrainer ließ sich am Donnerstag nicht in die Karten schauen und in Herzogenaurach hinter verschlossenen Türen trainieren. Er muss sich entscheiden: Bringt er den kantigen Füllkrug, der nur wenige Aktionen benötigt, um seine Stärken einzubringen? Oder ist ihm erneut ein spielstarker Kombinierer wie Havertz (25) lieber, der aus den drei Gruppenspielen allerdings nur ein Elfmetertor vorzuweisen hat. 

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Havertz stellt sich auf einen weiteren Startelfeinsatz ein. "Ich bin ein Spieler, der Vertrauen braucht", sagte er bei Sport1. Für Völler ist die Sache "relativ einfach". Die Quote von "Fülle" sei sicher "außergewöhnlich", sagte der DFB-Sportdirektor, doch Havertz sei "ein überragender Fußballer" und "enorm wichtig für die Mannschaft". Er halte Bälle, fordere sie, sei kopfballstark "und immer anspielbar". Man benötige "einen mitspielenden Mittelstürmer", das könne "Kai wunderbar lösen".

Doch vielleicht entscheidet sich Nagelsmann wie einst Völler auch für eine Doppelspitze. Füllkrug und Havertz starteten zuletzt im März 2023 gemeinsam. Beim 2:0 gegen Peru traf Füllkrug doppelt, Havertz legte ihm ein Tor auf. Dann müsste der Bundestrainer wohl Wirtz aus der Mannschaft nehmen. Der Jungstar startete gegen Schottland stark, gegen Ungarn und die Schweiz tat sich der Zauberfuß dann schwer. 

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Präzise Analysen, großes Fachwissen: Thomas Broich gilt als einer der besten TV-Experten. Von der EM ist er bislang angetan. Die meisten Teams seien pro-aktiv, variabel und lösungsorientiert. Ein Gespräch über Pressing, Cutbacks – und eine deutsche Mannschaft, die Fragen aufwirft.

Rückendeckung gibt es von Völler. Es sei "der Fluch der guten Tat, wenn du so abgeliefert hast wie Florian bei Leverkusen im letzten Jahr", sagte Völler, dass ein Auftritt wie der von Wirtz gegen die Schweiz dann "als Durchschnitt bewertet" werde. Dabei habe der 21-Jährige "auch da überragende Momente" gehabt.

Sein Spiel sei wie jenes von Jamal Musiala "immer mit einem gewissen Risiko verbunden", betonte Völler, "aber das ist das, was wir brauchen - den Mut, in die Dribblings zu gehen". Besonders gegen Dänemark, das Völler "kompakt" erwartet, "brauchst du Spieler, die den Gegner nass machen".

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Vor 22 Jahren setzte Völler ab der K.o.-Runde übrigens nur noch auf Klose im Sturm. "Im Laufe des Turniers hat Miro permanent getroffen und Carsten ein bisschen weniger, da haben wir dann anders gespielt", berichtete der Weltmeister von 1990. Nagelsmann wird genau zugehört haben.

Oliver Mucha und Marco Mäder sind SID-Redakteure


⚽️ EM am Samstag im Fernsehen

21 Uhr, ZDF: Achtelfinale, Deutschland - Dänemark


⚽️ Klick gemacht

Keinen Bock auf Pressekonferenz

Nico Schlotterbeck gibt zwei Tage vorm Achtelfinale gegen Dänemark eine Pressekonferenz. Allerdings nicht ganz freiwillig. Zum Video: Hier klicken!


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⚽️ Müssen EM-Trainer Ex-Profis sein?

Foto: Imago / Beautiful Sports

Von Alex Steudel

Es ist mir erst letzte Woche aufgefallen. Und schon erstaunlich. Von den 24 Nationaltrainern bei dieser Europameisterschaft haben 21 selbst früher hochklassig Fußball gespielt.

Die anderen drei kommen aus Deutschland.

Ralf Rangnick, Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco stehen sogar im Achtelfinale. Und sie sind doch nur Ex-Amateure.

Was ist dran am deutschen Weg?

Nur ein paar Beispiele aus anderen Nationen: Der Franzose Didier Deschamps war Weltmeister. Ronald Koeman: Europameister mit Holland. Sylvinho, Willy Sagnol: Champions-League-Sieger. Die Liste lässt sich komplett fortsetzen.

Sogar Nie-gehört-Typen wie Francesco Calzona (Slowakei) und Luciano Spalletti (Italien) spielten zweite oder dritte Liga. Sogar Kasper Hjulmand, Trainer des nächsten deutschen K.o.-Gegners Dänemark, hat ein paar Erstliga-Einsätze bei B.93 Kopenhagen. Immerhin.

Und jetzt: das deutsche Trio.

Der Steudel! bei Fever Pit’ch
Für den Newsletter schreibt Alex Steudel erfrischende Kolumnen.

Ralf Rangnick, die Ösi-Sensation? Kam als Spieler nie über den Amateurstatus hinaus. Kickte am Ende in Lippoldsweiler.

Der Esslinger Domenico Tedesco, der Belgien zur EM und nun ins Achtelfinale führte? Ich zitiere Wikipedia: "In seiner Freizeit spielte Tedesco Fußball." Er war als Stürmer beim ASV Aichwald in der Kreisliga A und einige Monate beim Landesligisten FV Zuffenhausen.

Einzig aus Julian Nagelsmann hätte wirklich etwas werden können. Er spielte in seiner Jugend erfolgreich für die U17 des TSV 1860 München und hätte das Zeug zum Profi gehabt, wäre da nicht sein Knie. "Wäre, wäre, Fahrradkette", würde Lothar aber sagen.

Rangnick widerspricht: „Macht nicht wirklich Sinn“
Österreichs Teamchef Ralf Rangnick wird gerne und häufig nachgesagt, die Red-Bull-Schule ins Fußball-Nationalteam zu implementieren. Der 65-Jährige…

Drei Deutsche gegen den Rest der Welt? Theoretisch könnten sogar sie alle parallel im Viertelfinale stehen.

Ihre wichtigsten Erfahrungen im Profigeschäft beziehen die Drei aus Kursen und dem Leben an der Seitenlinie, und doch handelt es sich um Ausnahmetrainer. Sie sehen Dinge, die andere übersehen. Sind Menschenfänger.

Bei Trainern, die selbst einmal Stars waren, sagt man: Ihre Aura ist schon die halbe Miete. So gesehen, ist sie bei Tedesco nicht mal die Mietnebenkosten.

Belgischer Riss zwischen Fans und Spielern
Stuttgart (dpa) - Er habe eigentlich nur eine Botschaft an die Fans, sagte Domenico Tedesco: „Wir brauchen sie.“ Belgiens Fußball -Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale in Düsseldorf am Montag (18.00 Uhr) auf Titelanwärter und Vizeweltmeister Frankreich - wegen der großen Namen ein echter Knaller bei dieser EM. Doch von Vorfreude ist bei den Roten Teufeln und ihrem Trainer wenig zu spüren. Im Gegenteil: Die Stimmung ist gereizt, ein Großteil der Anhänger verärgert. Dass die Belgier die K.o.-Phase erreicht haben - aus Sicht der Fans schön und gut. Gemessen an den Ansprüchen aber auch das Mindeste. Sie wollen mehr sehen von ihrem hochdekorierten Kader um Mittelfeld-Star Kevin De Bruyne von Manchester City. Laute Pfiffe nach Remis gegen Ukraine „Alles ist möglich“, sagte Tedesco mit Blick auf den Hit gegen Frankreich. „Wir sind bereit.“ Wer den biederen Auftritt seiner Mannschaft beim 0:0 im abschließenden Gruppenspiel gegen die Ukraine gesehen hat, dürfte daran aber zweifeln. Pfiffe und Buhrufe gab es für die belgischen Spieler nach dem wenig erheiternden Vortrag auf dem Rasen. Die Vehemenz der Kritik von den Rängen war durchaus bemerkenswert - und für den Trainer eine Überraschung, wie er einräumte. „Wir müssen die Pfiffe akzeptieren“, sagte Tedesco. Seine Spieler würden sie allerdings nicht verstehen. Ob die Mannschaft diese Pfiffe verdient hat? „Ich denke nicht“, sagte Verteidiger Wout Faes. Das Wichtigste sei gewesen, weiterzukommen. Es sei „schade“, dass die Kurve so reagiert habe. Man habe daher entschieden, in die Kabine zu gehen. Auf halbem Weg Richtung Fans war De Bruyne nach dem Schlusspfiff wieder umgekehrt. Tedesco und sein Team bildeten auf dem Feld noch einen Kreis, ehe sie in die Kabinen der Stuttgarter Arena gingen. Bei ihrer kurzen Besprechung störte sie noch eine Kamera - wie so Vieles an diesem Tag. Anreise, Laserpointer - Tedesco hadert Es sei offenbar „alles erlaubt“, fauchte Tedesco. Bei der Anfahrt der Belgier zum Stadion habe es eine gewaltige Verzögerung gegeben. „Wir sind ohne Blaulicht von der Polizei hierher eskortiert worden, die Straßen waren vollkommen frei, sie sind mit 20 oder 25 Km/h gefahren und an jeder Ampel stehengeblieben“, berichtete der 38-Jährige. Das sei doch „unglaublich.“ Während der Partie fuchtelten Fans dann auch noch mit Laserpointern herum, irritierten dadurch unter anderem Belgiens Offensiv-Ass De Bruyne. Seine Mannschaft habe schon mit Widerständen zu tun bei diesem Turnier, gab Tedesco zu verstehen. Er erinnerte auch noch mal an das erste Gruppenspiel gegen die Slowakei (0:1), in dem das aberkannte Tor von Sturmtank Romelu Lukaku zum vermeintlichen Ausgleich für Diskussionen gesorgt hatte. Trotz allem seien die Belgier weitergekommen. Er sei daher „wirklich stolz“ auf seine Spieler, so der Coach. Kein Titel für die Goldene Generation? Viel fehlte am Ende nicht, genau genommen nur ein ukrainisches Tor, und die Belgier hätten sich wie bei der WM 2022 in Katar schon nach der Vorrunde verabschiedet. Womöglich ist der Ärger ihrer Fans auch mit einer gewissen Sorge zu erklären. Der Sorge, dass die goldene Generation dieser Mannschaft um De Bruyne (32), Lukaku (31), Verteidiger Jan Vertonghen (37) oder den aktuell angeschlagenen Axel Witsel (35) ihre Karriere irgendwann ohne großen Nationalmannschaftstitel beendet und eine neue Riege an Hoffnungsträgern erst noch heranwachsen muss. Er habe auf Clubebene viel gewonnen, in seiner Karriere aber auch schon oft „schwierige Momente“ gehabt, erklärte De Bruyne. Es sei „nicht einfach, so etwas zu durchleben.“ Man müsse wissen, wie man damit umgeht. An den Anhang richtete der Kapitän die gleiche Botschaft wie sein Trainer: „Wir brauchen die Fans. Wir brauchen sie gegen Frankreich.“ © dpa-infocom, dpa:240627-99-552153/2

In der Bundesliga kennen wir das Modell aber. Nagelsmann war in Hoffenheim jüngster Trainer der Bundesligageschichte und später Meister mit Bayern. Sebastian Hoeneß, Überraschungstrainer in Stuttgart, der den VfB jetzt zur Vizemeisterschaft führte: spielte höchstens Regionalliga.

Und Edin Terzic, der mit dem BVB gerade das Champions-League-Finale erreicht hat: siehe Sebastian Hoeneß. Terzics letzte Station als Spieler: Dröschede.

Trotzdem alles Toptrainer. Ob das deutsche Modell irgendwann weltweit Schule macht?

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⚽️ So will ich CR7 nie mehr sehen!

Foto: Imago / Xinhua

Von Pit Gottschalk

Wenn ich seine Fotos auf Instagram durchstöbere, entdecke ich sofort ein sonnenverwöhntes Muskelpaket, das gut riechen will: Cristiano Ronaldo versprüht ein Parfüm, das seinen Namen trägt und seine Rückennummer - die Sieben. Er macht kein Geheimnis daraus: CR7 ist eine Marke und braucht eine verkaufsfördernde Verpackung. Was ich auf dem Rasen vermisse: den Inhalt.

Als Cristiano Ronaldo bei der Georgien-Blamage (0:2) ausgewechselt wurde, war er für einen Augenblick ganz der alte bei Portugal. Er kickte gegen irgendetwas, das auf dem Boden lag, und stellte seine Wut kameratauglich zur Schau. Ob er über seine Leistung oder doch über seine Auswechslung sauer war: Man weiß es nicht. Auf dem Rasen war er nicht der CR7, den ich liebe.


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⚽️ Alle mal herhören!

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