Gastgeberstädte: Haushaltssperre gefährdet WM-Sicherheit
Die elf Spielorte des Weltturniers in den USA fordern die Auszahlung zugesagter Gelder, andernfalls drohten "katastrophale" Folgen.
US-Behörden warnen vor gravierenden Sicherheitsrisiken bei der Fußball-WM 2026 in Folge der teilweisen Haushaltssperre. Die elf amerikanischen Gastgeberstädte des XXL-Turniers (11. Juni bis 19. Juli) warten bislang vergeblich auf die zugesagten rund 900 Millionen Dollar an Bundesmitteln.
Bei einer Anhörung im Sicherheitsausschuss des Repräsentantenhauses erklärten lokale Verantwortliche laut einem BBC-Bericht, die Vorbereitungen seien aufgrund der ausbleibenden Gelder erheblich im Rückstand. Laut Ray Martinez, dem operativen Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees in Miami, benötige die Stadt bis Ende März 70 Millionen Dollar. Andernfalls müssten Rahmenveranstaltungen wie das Fan-Festival abgesagt werden. Er warnte vor "katastrophalen" Folgen für die Planungen.
Joseph Mabin, stellvertretender Polizeichef von Kansas City, sieht ohne die Finanzhilfe nicht genügend Personal, um während der Endrunde für Sicherheit zu sorgen. Boston, wo unter anderem England und Frankreich Vorrundenspiele bestreiten und zwei K.o.-Spiele stattfinden sollen, soll wegen der Probleme bereits mit einem Rückzug gedroht haben.
Mit den Spielorten Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Los Angeles, Kansas City, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco und Seattle stellen die USA den Großteil der WM-Stadien. In Mexiko kommen drei, in Kanada zwei weitere Standorte hinzu.
Die nationale Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe (FEMA) als Teil des Heimatschutzministeriums (DHS) hatte im November ein WM-Programm aufgelegt. In dessen Rahmen sollten den Gastgeberstädten 625 Millionen Dollar für Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Der Betrag wurde im Dezember um 250 Millionen Dollar aufgestockt, unter anderem zur Abwehr von Gefahren durch Drohnen.