"Falsche Reihenfolge": Auch Rettig kritisiert Göttlich

Der DFB-Geschäftsführer hätte die Debatte über einen WM-Boykott zunächst gerne innerhalb des Verbands geführt.

"Falsche Reihenfolge": Auch Rettig kritisiert Göttlich
Foto: © AFP/SID/INA FASSBENDER

Wie schon Präsident Bernd Neuendorf sieht auch DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig den Vorstoß von Vizepräsident Oke Göttlich mit Blick auf die Debatte über einen WM-Boykott kritisch. "Ich habe es ein bisschen bedauert, dass Oke die Reihenfolge falsch gewählt hat, weil er ist eben nicht nur St.-Pauli-Präsident, sondern er ist auch DFB-Vizepräsident", sagte Rettig bei ran: "Und in dieser Eigenschaft hätte er zunächst mal in unseren vier DFB-Wänden seine Sicht der Dinge uns mitteilen sollen und das wäre sicherlich zielführender gewesen."

Zuvor hatten Neuendorf und Ligapräsident Hans-Joachim Watzke ihren Unmut darüber geäußert, dass Göttlich die Debatte angesichts der großen Fragezeichen hinter Co-Gastgeber USA forciert hat. Laut Rettig seien "Diskussionen und eine ordentliche Streitkultur ja erst mal per se nichts Verwerfliches". Nur sollte man "zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Leuten streiten oder diskutieren".