Erfolg in Berlin: BVB nutzt Bayern-Patzer

Das Team von Trainer Niko Kovac zeigt die erwünschte Reaktion auf die jüngste Pleite in der Champions League.

Erfolg in Berlin: BVB nutzt Bayern-Patzer
Foto: © IMAGO/SID/Uwe Koch

Borussia Dortmund hat den Ausrutscher von Bayern München in der Fußball-Bundesliga genutzt. Vier Tage nach dem bitteren 0:2 bei Tottenham Hotspur in der Champions League siegte ein effizienter BVB am Samstag im Topspiel bei Union Berlin mit 3:0 (1:0). Damit verkürzten die Dortmunder den Rückstand auf den Rekordmeister, der einige Stunden zuvor gegen den FC Augsburg mit 1:2 verloren hatte, auf acht Punkte.

Kapitän Emre Can (10./Foulelfmeter), Nico Schlotterbeck (54.) und Maximilian Beier (84.) schossen die Borussen zum Erfolg in der ausverkauften Alten Försterei. Das Team von Trainer Niko Kovac zeigte damit die erhoffte Reaktion auf die Pleite in der Königsklasse und ist in der Liga nun zwölf Spiele in Serie ungeschlagen. Gleichzeitig hielt der Tabellenzweite (42 Punkte) den Vorsprung auf die Verfolger TSG Hoffenheim (36) und RB Leipzig (35).

Im Vergleich zum Tottenham-Spiel wechselte Kovac in der Startelf auf vier Positionen. Unter anderem stürmten Beier und Fabio Silva an der Seite von Serhou Guirassy für Julian Brandt und Karim Adeyemi. Der BVB-Coach hatte im Vorfeld ein "Kampfspiel" erwartet, das sein Team jedoch gut annahm. Nachdem Dortmunds Torwart Gregor Kobel einen Kopfball von Union-Stürmer Andrej Ilic (6.) problemlos hielt, wurden die Gäste immer zwingender.

Can, ebenfalls neu im Team, erzielte die Führung mit einem platzierten Schuss vom Punkt, zuvor hatte Unions Keeper Frederik Rönnow Guirassy im Eins-gegen-Eins im Strafraum ungestüm von den Beinen geholt. Während die Berliner kämpferisch dagegen hielten, bestimmte der BVB die Partie und zeigte dabei eine Steigerung gegenüber der Nicht-Leistung im ersten Durchgang in London.

Derweil vergab Guirassy (18.) die große Chance auf das zweite Tor. Nach einem Ballgewinn von Felix Nmecha setzte der Mittelfeldspieler den Angreifer klug in Szene, jener zögerte mit seinem Abschluss jedoch zu lange - und legte auf Jobe Bellingham ab. Dessen Schuss wurde geblockt, der zweite Versuch von Silva rauschte nur knapp am linken Pfosten vorbei. In der Folge flachten die Dortmunder Offensivbemühungen ab. Union tat unmittelbar vor der Pause mehr für das Spiel, blieb aber zu ungefährlich.

Direkt nach der Halbzeit legte der BVB nach. Einen Fernschuss von Bellingham (53.) parierte Rönnow noch stark, gegen den Kopfball von Schlotterbeck nach einer Ecke von Julian Ryerson war der Schlussmann dann machtlos. Zwar steckte Union nicht auf und war nun durchaus bemüht, den Weg in die Dortmunder Hälfte zu finden - die Abwehr der Gäste verteidigte diese Vorstöße jedoch souverän weg. Kurz vor Schluss traf Beier nach schöner Vorarbeit von Bellingham.