Ceferin zu Russen-Rückkehr: UEFA-Position unverändert

Der Präsident lässt sich mit Blick auf die Zukunft aber eine Hintertür offen.

Ceferin zu Russen-Rückkehr: UEFA-Position unverändert
Foto: © AFP/SID/PAU BARRENA

Trotz des Vorstoßes von FIFA-Boss Gianni Infantino plant die Europäische Fußball-Union (UEFA) derzeit offenbar keine Rückkehr russischer Mannschaften in ihre Wettbewerbe. "Die Position der UEFA ist klar, sie hat sich nicht verändert", sagte Präsident Aleksander Ceferin nach dem UEFA-Kongress am Donnerstag in Brüssel - schränkte aber gleichzeitig ein: "Die Welt ändert sich so schnell. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."

Infantino hatte sich zuletzt offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt. "Das müssen wir", sagte der umstrittene Boss des Weltverbandes beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine Rückkehr Russlands geprüft werden müsse: "Auf jeden Fall - zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen."

Diese Einlassung hatte heftige Kritik aus der Ukraine ausgelöst. Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Infantino als "moralisch degeneriert". Lob für Infantinos Vorstoß kam aus dem Kreml. Kurz nach Russlands völkerrechtswidrigem Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hatten die FIFA und die UEFA ihre laufenden Wettbewerbe für russische Teilnehmer gesperrt.

Nach Ansicht Ceferins wurden die Aussagen Infantinos "grundlos zu groß" gemacht. Der 58-Jährige gab Infantino sogar teilweise recht. "Natürlich sollten wir uns die Sache ansehen", äußerte der Slowene.