Boniface mit Bäuchlein - aber Thioune sieht eine "Chance"
Der Trainer von Werder Bremen hofft, dass sein Stürmer wieder fit und damit ein Faktor für die Grün-Weißen wird.
Obwohl Victor Boniface nach seiner Knie-OP mit einem kleinen Bäuchlein nach Bremen zurückgekehrt ist, hofft Werder-Trainer Daniel Thioune (51) noch auf Einsätze des Angreifers für die Hanseaten. "Wir hätten uns natürlich auch gewünscht, dass er körperlich in einer besseren Verfassung ist", sagte Thioune vor der Partie gegen RB Leipzig mit Ex-Werder-Trainer Ole Werner am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Aber Boniface könnte im Kampf gegen den Abstieg im Endspurt der Bundesliga-Saison noch eine "weitere Handlungsoption" werden.
Doch dafür muss Boniface noch an seiner Fitness arbeiten. "Er weiß auch, dass der körperliche Zustand vielleicht jetzt nicht gerade dem entspricht, dass er leistungsorientiert mehr als wenige Minuten Fußball spielen kann", sagte Thioune, es lasse "sich nicht wegdiskutieren, dass vielleicht das eine oder andere Gramm zu viel da ist".
Aber wenn "eine Flanke von außen reingeflogen kommt, dann spielen 300 Gramm oder drei Kilogramm keine Rolle", sagte Thioune: "Sondern dann geht es eher darum: Welche Haltung habe ich dazu? Wie gehe ich in den Ball rein? Und welche Qualität habe ich im Abschluss?" Dennoch sieht Thioune gerade für das Saisonende die "Chance", dass Boniface noch eine Rolle spielen könnte: "Dann kann es eher ein Gewinn für uns sein als ein Nachteil."
Boniface stand wegen Knieproblemen seit Anfang Dezember nicht mehr auf dem Rasen, Anfang Januar war der 25-Jährige schließlich operiert worden. Nach dem Ende seiner Reha war er Anfang der Woche nach Bremen zurückgekehrt und trainierte am Mittwoch überraschend schon wieder mit der Mannschaft.
In der Hinserie war der schon in der Vergangenheit öfters von Knieverletzungen ausgebremste Boniface in elf Einsätzen ohne Tor geblieben, insgesamt verpasste er in der Bundesliga 16 von 27 Begegnungen.
Werder hatte sich vor der Länderspielpause mit drei Siegen aus vier Spielen im Abstiegskampf etwas Luft verschafft, die Grün-Weißen haben als Tabellen-14. sieben Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. "Wir wollen mit aller Macht" die Klasse halten, sagte Thioune.