Blumen und Jubel: Irans Frauen in Heimat empfangen
Den feierlichen Empfang in Teheran verpassten nur zwei Spielerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft.
Die iranische Fußball-Nationalmannschaft der Frauen ist nach der Rückkehr in ihre vom Krieg erschütterte Heimat mit großem Jubel in Teheran empfangen worden. Der Busankunft der Spielerinnen in der Hauptstadt wohnten am Donnerstagabend mehrere Tausend Menschen bei, wie Bilder aus dem iranischen Staatsfernsehen zeigten.
Auf dem Valiasr-Platz im Zentrum der Stadt wurden die Spielerinnen mit Blumen beschenkt, auf einer Bühne erhielt jede von ihnen eine Trophäe. Nach der Teilnahme an der Asienmeisterschaft in Australien war die Mannschaft bereits am Mittwoch über die türkische Grenze in die Heimat gereist. Tags zuvor war das Team am Flughafen in Istanbul gelandet.
Während des Turniers in Australien hatte es rund um die Nationalmannschaft Irans große Sorgen gegeben, zwei Spielerinnen blieben im australischen Brisbane. Ursprünglich hatten sieben Mitglieder des Teams aus Angst vor Repressalien in ihrer Heimat Asyl in Australien beantragt, zogen größtenteils aber ihre Anträge zurück.
"Meine Wahl. Meine Heimat", hieß es nun bei der Ankunft in Teheran auf einer großen Plakatwand, auf der die Spielerinnen im Nationaltrikot und Hijab zu sehen waren, wie sie der iranischen Flagge salutierten. Zuvor waren die Iranerinnen im Land noch als "Verräterinnen" bezeichnet worden - beim ersten Gruppenspiel hatte die Mannschaft Anfang März gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet.
Menschenrechtsgruppen warfen den iranischen Behörden wiederholt vor, Sportler im Ausland unter Druck zu setzen, indem sie deren Angehörigen drohen oder mit der Beschlagnahmung von Eigentum, sollten sie überlaufen oder sich gegen die Islamische Republik äußern.