Beliebtester WM-Experte: Hoppla, es ist nicht Jürgen Klopp

Repräsentative Umfrage unter Fußballfans liefert ein paar Überraschungen: ARD und ZDF machen das Rennen, obwohl alle Aufmerksamkeit MagentaTV gehörte

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Beliebtester WM-Experte: Hoppla, es ist nicht Jürgen Klopp
Eingespieltes Team beim ZDF: Christoph Kramer und Per Mertesacker. Foto: Imago / Schüler

Wir alle sind begeistert, was Jürgen Klopp und Thomas Müller bei MagentaTV abgeliefert haben: präzise Analysen und unterhaltsame Anekdötchen, die uns während der WM-Wochen in Übersee wach und bei Laune hielten. Angeleitet vom Zeremonienmeister Johannes B. Kerner, produzieren die zwei täglich Schlagzeilen aus dem Magenta-Studio in New York City. Das sind die Besten - dachten wir.

Jetzt kommt das Bundesliga-Barometer um die Ecke und reibt uns nach einer repräsentativen Umfrage unter 6258 deutschen Fußballfans ein ganz anderes Meinungsbild unter die Nase. Der beste Experte: nicht Klopp und Müller, sondern Per Mertesacker und Christoph Kramer vom ZDF. Bester Moderator: nicht Kerner, sondern Esther Sedlacek von der ARD. Beides mit großem Vorsprung.

Mertesacker bekam 61,9 Prozent Zustimmung, Kramer 60,2 Prozent. Dahinter: Bastian Schweinsteiger (51,9 %) von der ARD und Christian Streich (47,8 %) vom ZDF. Erst dann folgt der erste Magenta-Star: Klopp mit 32,1 Prozenz. Es kann auch nicht allein daran liegen, dass ARD und ZDF mehr Publikum als Magenta hat. Laura Wontorra folgt mit 31,7 Prozent direkt auf Sedlaczek (68 %).

Ohnehin ist bei den Moderatoren auffällig: Vier Frauen liegen vorne. Sedlaczek und Wontorra vorneweg, Lea Wagner (29,2 %) von der ARD und Kathrin Müller-Hohenstein (23,7 %) folgen. Auf Platz 5 und bester Mann im Feld: Johannes B. Kerner mit 22,9 Prozent vor Jochen Breyer (ZDF) mit 18,1 Prozent. Angehängt: Alex Schlüter (ARD), Thomas Wagner (Magenta) und fünf weitere TV-Leute.

Bei den TV-Kommentatoren, die uns das WM-Spiel live im Wohnzimmer erklären, bekommt Tom Bartels (ARD) mit 57,9 Prozent den höchsten Zuspruch. Auch hier kann MagentaTV nicht gewinnen, aber mithalten: Wolff Fuß bekam 40,6 Prozent. Oliver Schmidt (ZDF) und Bernd Schmelzer (ARD) folgen mit 29,8 und 24,4 Prozent. Weit abgeschlagen: ZDF-Frau Claudia Neumann mit nur 4,6 Prozent.

Gerade die letzte Zahl entkräftet das Argument, dass das deutsche Publikum Claudia Neumann kritisieren würde, weil sie eine Frau ist. Bei Sedlaczek und den drei anderen Moderatorinnen spielte das Geschlecht bei der Wahl ja ebensowenig eine Rolle wie die Prominenz bei den Experten, die bei Klopp und Müller ungleich größer ist als bei Mertesacker und Kramer.