Aston Villa überholt Manchester City – und das ist kein Zufall

Der Arsenal-Jäger feiert mit dem Sieg gegen Nottingham Forest den Aufstieg auf Rang zwei in der Premier League.

Aston Villa überholt Manchester City – und das ist kein Zufall
IMAGO/APL

Zwölf Siege aus dreizehn Pflichtspielen. Diese Bilanz ist kein Zufall, kein glücklicher Lauf, sondern das Ergebnis einer Mannschaft, die unter Unai Emery zu einer ernstzunehmenden Größe im englischen Fußball gereift ist. Der 3:1-Erfolg gegen Nottingham Forest zum Jahresauftakt war der nächste Beleg dafür, dass Aston Villa mehr will als nur mitspielen.

John McGinn verkörpert diesen Anspruch wie kein Zweiter. Der schottische Kapitän übernahm gegen Forest Verantwortung, als es darauf ankam. Sein Doppelpack im zweiten Durchgang war nicht nur spielentscheidend, sondern auch ein Statement. Saisontore zwei und drei in einem Spiel, das Villa auf Rang zwei der Premier League katapultierte. McGinn ist kein Spieler für die große Bühne der Schlagzeilen, aber einer, der Spiele gewinnt. Das ist mehr wert als jede Statistik.

Die Tabellensituation spricht eine deutliche Sprache. Mit 42 Punkten liegt Villa nun vor Manchester City, das zuletzt bei Sunderland nicht über ein torloses Remis hinauskam. Natürlich hat Guardiolas Mannschaft ein Spiel weniger absolviert. Natürlich kann sich das Bild am Wochenende wieder verschieben. Aber allein die Tatsache, dass ein Verein wie Aston Villa im Januar vor dem amtierenden Meister steht, zeigt die Verschiebungen in der Liga.

Aston Villa: Rückstand auf Arsenal nicht unaufholbar

Emery hat in Birmingham etwas aufgebaut, das über einzelne Ergebnisse hinausgeht. Die 1:4-Niederlage bei Arsenal zum Jahresabschluss hätte eine Mannschaft mit weniger Substanz aus der Bahn werfen können. Stattdessen antwortete Villa mit einem souveränen Heimsieg. Ollie Watkins traf zum vierten Mal in drei Spielen, McGinn erledigte den Rest. Diese Konstanz ist kein Produkt des Zufalls.

Sechs Punkte trennen Villa vom Spitzenreiter Arsenal. Das klingt nach viel, ist aber in einer Saison, in der selbst City schwächelt, keine unüberwindbare Distanz. Die Frage ist nicht mehr, ob Villa um die Champions-League-Plätze mitspielen kann. Die Frage ist, wie weit dieser Weg noch führt.

Nottingham Forest auf der anderen Seite erlebt das Gegenteil. Vier Niederlagen in Serie, Rang 17, der Abstiegskampf rückt näher. Während Villa nach oben schaut, blickt Forest nach unten. Der Kontrast könnte kaum größer sein.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Premier League in dieser Saison offener ist als lange. Und dass Aston Villa nicht mehr nur Außenseiter spielt, sondern Ansprüche anmeldet. McGinn und seine Mitspieler haben verstanden, was es braucht, um oben mitzumischen. Der Rest der Liga sollte das zur Kenntnis nehmen.