Arbeitsgruppe legt zwei Modelle für Regionalliga-Reform vor

Der Verband schlägt zwei Varianten vor. Nach jahrelanger Debatte geht der Reformprozess in die entscheidende Phase.

Arbeitsgruppe legt zwei Modelle für Regionalliga-Reform vor
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID/Florian Wiegand

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Ringen um die Reform der Regionalligen konkrete Vorschläge vorgelegt. Eine Arbeitsgruppe des Verbandes präsentierte am späten Mittwochabend zwei Modelle, die künftig den direkten Aufstieg aller Meister in die 3. Liga ermöglichen sollen.

Im Zentrum steht dabei eine viergleisige Struktur, für die sich die AG einstimmig aussprach. Zur Auswahl stehen zwei strukturell unterschiedliche Ansätze: das sogenannte Kompassmodell, bei dem die Staffeln jährlich nach geografischen Gesichtspunkten neu zugeschnitten würden, sowie ein Regionenmodell. Letzteres sieht vor, die bisherigen Ligen Nord, Nordost und Bayern zu zwei Staffeln zusammenzuführen, während West und Südwest unverändert bleiben.

In beiden Varianten würden die bisherigen Aufstiegsspiele entfallen. Derzeit steigen nur vier der fünf Meister pro Saison in die 3. Liga auf, die Titelträger aus Nord, Nordost und Bayern müssen im Wechsel in die Relegation.

Über beide Varianten soll nun ein Meinungsbild unter den Vereinen eingeholt werden, ehe die Präsidentenkonferenz entscheidet. Damit geht der Reformprozess in die entscheidende Phase.

Die 13-köpfige Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Michael Vesper hatte sich zuletzt mehrfach getroffen. Ziel war eine Lösung für die seit Jahren kritisierte Aufstiegsregelung. Die AG selbst besitzt keine Entscheidungskompetenz, sondern liefert lediglich Vorschläge für die zuständigen Gremien.

"Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können", sagte Vesper, einst Vorstandsvorsitzender beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). "Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine."

Ein mögliches neues Modell könnte zur Saison 2028/2029 eingeführt werden. Die Spielzeit 2027/2028 würde in diesem Fall als Qualifikationssaison dienen.