27. Bundesliga-Spieltag: Alle Spiele, alle Termine und alle TV-Übertragungen
Udo Muras bietet umfassende Einblicke in die Statistik und Historie aller Bundesliga-Matches des 27. Spieltags
RB Leipzig – TSG Hoffenheim
Freitag 20.30 Uhr, Sky
RB Leipzig schlug die TSG Hoffenheim zuhause (6-2-1) zuletzt viermal, die einzige Niederlage gab es im April 2018 (2:5). RB-Coach Ole Werner hat eine miese Bilanz gegen die TSG (2-0-5), zuhause verlor er sogar immer. Zudem droht ihm die 50. Niederlage in der Bundesliga, wo Kollege Christian Ilzer sein 50. Spiel leitet. In der Liga gewann RB nur eins der letzten fünf Heimspiele, während die TSG erst zwei Auswärtsspiele verlor.
Bayern München – Union Berlin
Samstag 15.30 Uhr, Sky
Auch im siebten Jahr wartet Union Berlin auf den ersten Bundesligasieg gegen den FC Bayern. Zuletzt gab es immerhin zwei Remis – aber zuhause. In München (5-1-0) verloren sie viermal in Folge ohne eigenes Tor. Der Meister ist am längsten ungeschlagen (sieben Spiele) und traf in allen Saisonspielen sowie in den letzten 32 Heimspielen. Union verlor drei der letzten vier Auswärtsspiele. Trainer Steffen Baumgart gewann nie gegen Bayern (0-2-6), schlug sich aber in München mit früheren Klubs achtbar (2:3, 2:3, 1:1). Während Bayern nach Ballbesitz Spitze ist, ist Union darin Letzter.
VfL Wolfsburg – Werder Bremen
Samstag, 15.30 Uhr Sky
Die Bilanz ist absolut ausgeglichen (22-11-22), auch in Wolfsburg (9-9-9) bei 98:98 Toren. Das Hinspiel gewann Werder Bremen (2:1), womit zum vierten Mal in Folge der Sieger wechselte. Ist nun wieder der VfL Wolfsburg dran, der nur eins der letzten acht Heimspiele in diesem Duell gewann? Fünfmal fielen in Wolfsburg zuletzt mindestens vier Tore und 13mal in Folge trafen die „Wölfe“, Werder dort achtmal. In der Liga ist der VfL aktuell neun Spiele sieglos, zuhause verlor er die letzten drei – vier wären eingestellter Vereinsrekord. Nur zwei Klubs haben auswärts weniger Punkte als Werder (neun), das erst das jüngste von elf Auswärtsspielen gewann. Wolfsburg verursachte die meisten Elfmeter (11), Werder wartet am längsten auf einen (21 Spiele). In den drei Duellen im März fielen stets genau zwei Tore. Die Duellbilanz der Trainer Dieter Hecking und Daniel Thioune ist ausgeglichen (1-1-1) – sie trafen sich aber nur in der 2. Liga.
1. FC Heidenheim – Bayer Leverkusen
Samstag 15.30 Uhr, Sky
In der Bundesliga hat Heidenheim immer gegen Leverkusen verloren (0-0-5), zuhause zweimal knapp (1:2 und 0:1). Aber im Pokal (2019) gab es einen Sieg (2:1). In dieser Paarung gab es bisher weder Platzverweise noch Elfmeter. Das Schlusslicht Heidenheim ist 13 Spiele sieglos (Vereinsrekord), zuhause sechs, und hat in jedem Saisonspiel Tore kassiert. Bayer 04 ist vier Spiele ungeschlagen, zuletzt aber gab es zwei Remis. Von 125 Gegnern aus der unteren Tabellenhälfte gewannen nur 14 gegen Bayer.
1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach
Samstag 15.30 Uhr Sky
Es kommt zum 100. Rhein-Derby in der Bundesliga (28-18-53). Borussia Mönchengladbach schlug keinen Gegner öfter, in Köln (16-8-25) wartet sie aber seit 3. 10. 2020 und drei Spielen auf einen Sieg. Der Aufsteiger droht nach fünf sieglosen Spielen erstmals in dieser Saison unter Platz 15 zu fallen. Die Gäste sind auswärts sieben Spiele ohne Sieg und befürchten die vierte Auswärtspleite in Folge (zuletzt 2017/18). Zumal sie nur vier der letzten 15 Spiele gegen Aufsteiger gewannen.
Borussia Dortmund – Hamburger SV
Samstag 18.30 Uhr Sky
Borussia Dortmund ist in diesem Duell sechs Spiele ungeschlagen. Zuhause (25-14-12) gewann sie zuletzt dreimal ohne Gegentor, Tore fielen dort in allen 51 Partien. Borussia traf in den letzten 34 Punktspielen immer und hat zuhause die wenigsten Gegentore, der HSV schoss die wenigsten Auswärtstore. Aber erstmals seit dem Aufstieg ist er drei Auswärtsspiele ungeschlagen. BVB-Trainer Niko Kovac kann im 222. Bundesligaspiel als Trainer den 104. Sieg einfahren, damit würde er gleich vier Trainerlegenden überholen: Jörg Berger, Jürgen Röber, Bruno Labbadia und Marco Rose. Gegen seinen Ex-Klub HSV ist er ungeschlagen (3-2-0).
FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt
Sonntag 15.30 Uhr, DAZN
Ein Unentschieden liegt in der Luft. In Mainz (6-10-1) gab es zuletzt vier davon, dreimal hieß es 1:1. Der FSV Mainz gewann nur eins der letzten elf Rhein-Main-Derbys (2. 12. 2019/2:1), setzt aber auf seine neue Heimstärke (sechsmal ungeschlagen), während die Frankfurter Eintracht sieben Auswärtsspiele ohne Sieg ist. Allerdings ist sie auch drei ungeschlagene Spiele ohne Gegentor, vier defensive Nullnummern wären Vereinsrekord. Doch keiner hat auswärts mehr Tore kassiert. Die Mainzer wollen ihr 1000. Gegentor erneut aufschieben, zwei fehlen noch. Schießt Eintracht kein Tor, hielte sie einen traurigen, mit Schalke noch geteilten, Bundesligarekord allein – es wäre das 303. torlose Auswärtsspiel.
FC St. Pauli – SC Freiburg
Sonntag, 17.30 Uhr, DAZN
Zuletzt gab es zwei Niederlagen, trotzdem ist St. Paulis Bilanz gegen den SC Freiburg positiv (5-3-3). Am Millerntor (2-2-1) gab es oft Magerkost, da traf keiner der Klubs bisher öfter als zweimal. Im Vorjahr hieß es bei der einzigen Pauli-Niederlage 0:1. Die Hamburger sind sechs Heimspiele ungeschlagen, nur zwei ihrer Serien waren länger – 1990/91 (8x) und 1988/89 (7x). Zwei Treffer fehlen zum 200. Heimtor in der Bundesliga. Freiburg droht nach je drei sieglosen Spielen und Auswärtsniederlagen erstmals in der Rückrunde ein Platz in der unteren Tabellenhälfte. Standardspezialist Vincenzo Grifo steht vor dem 300. Bundesligaspiel.
FC Augsburg – VfB Stuttgart
Sonntag 19.30 Uhr, DAZN
Im Schwabengipfel gewann der VfB Stuttgart die fünf letzten Spiele und verlor keins der letzten acht. Letzter Augsburger Sieg: 31.10.2021 (4:1). Die Heimbilanz ist knapp positiv (6-1-5). Die Augsburger verloren erstmals seit dem Trainerwechsel zwei Spiele nacheinander, aber zuhause sind sie acht ungeschlagen – neun wären Vereinsrekord. Trifft der VfB im 18. Auswärtsspiel in Folge, stellt er den Vereinsrekord von 1985 ein. Trainer Sebastian Hoeneß, gegen Augsburg mit vortrefflichen Zahlen (8-1-1), rückt mit seinem 103. Bundesligaspiel an den fünften Platz der Vereinswertung, vorbei an Meistercoach Helmut Benthaus.