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Zur EM: Nationalspieler-Namen auch in Gebärden

Ein Poster als Zeichen der Inklusion: Menschen mit Hörbehinderung sollen stärker beteiligt werden.

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Herzogenaurach - Manuel Neuer ist buchstäblich "der Neue", Robin Koch rührt, natürlich, in einem Kochtopf, Jamal Musiala steht mit den zu einem "M" gespreizten Fingern ganz im Zeichen seines Torjubels: Die Namen der deutschen EM-Teilnehmer sind pünktlich zum Heim-Turnier nun auch in Gebärden zu sehen.

"Team für Deutschland", so lautet der Titel des Posters mit allen deutschen EURO-Startern, inklusive des mit der rechten Faust "nagelnden" Bundestrainers Julian Nagelsmann. Gestaltet wurde das Plakat von Schülerredakteur*innen der Mühlezeitung, der Schülerzeitung des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Haslachmühle in Baden-Württemberg. In Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch, der Johannes-Ziegler-Stiftung, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Dachverband Deutscher DEAF Fanclubs e.V. (DDDF) trägt es dazu bei, Menschen mit einer Hörbehinderung am Thema Fußball und somit stärker am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.

Das Namensposter folgt einer guten Tradition: Das erste gab es mit Gebärden zu Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski, Philipp Lahm und Co. zur WM 2014 in Brasilien. Seitdem wird es zu jeder Fußball-WM und -EM veröffentlicht. Bei der Übersetzung von Lautsprache in Gebärden flossen Namen, Aussehen, Spielpositionen oder auch Eigenheiten der Akteure mit ein.


Foto: © SID/DFB/Mühlezeitung/SID/DFB/Mühlezeitung

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