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Welche Klubs in der Bundesliga fehlen

Inhaltsverzeichnis

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!

Sonntag hätte ich beinahe Fernsehgeschichte geschrieben… Ich übertreibe nicht. Um 8.19 Uhr erreichte mich die Nachricht, dass Florian König den Doppelpass nicht moderieren kann. Covid-19, was sonst. Eines wussten wir in der Redaktion sofort: Ausfallen darf der Doppelpass nicht. Zuschauer und Talkgäste freuten sich ja auf den Ehrengast: auf Oliver Kahn, den Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern. Auf der Autofahrt von München-Ismaning zur Dopa-Kulisse im Münchner Flughafenhotel "Hilton Airport" reifte die Entscheidung: Wenn alle Stricke reißen und Florian Königs PCR-Test nicht doch negativ ausfällt, muss ich ran. Ich legte mir schon die Begrüßungsworte für die Sendung ab 11 Uhr zurecht, um die Zuschauer auf das Unvorhergesehene vorzubereiten. Man muss wohl sagen: die Entschuldigung. So ein Sport1-Chefredakteur kann ja eine Menge, aber Moderation - das ist eine andere Sportart. Gekniffen hätte ich nicht. Noch rechtzeitig erreichte Daniel Schaller, Leiter der Sendung, Rudi Brückner quasi unter der Dusche. Eine halbe Stunde später war der TV-Dino am Set, lernte mit der Erfahrung aus Hunderten Dopa-Sendungen den Ablaufplan und moderierte souverän durch die Gesprächsthemen. Es ist wie beim Fahrradfahren: Manches verlernt man nie. Ich stand im Hintergrund entspannt an der Bar, nippte am Kaffee und dachte: Glück gehabt.

Einen gesprächigen Dienstag wünscht

Euer Pit Gottschalk

STAHLWERK DOPPELPASS

Oliver Kahn legt sich mit Reportern an

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Bundesliga: Die Suche nach dem Salz

Wer muss runter? Wer rettet sich?

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Von Alexander Sarter

Es könnte alles noch viel besser sein. Zwar bietet das enge Rennen um die Europacup-Plätze jede Menge Spannung, und der nervenaufreibende Kampf gegen den Abstieg tobt wie gewohnt - doch irgendwie fehlt oben wie unten am Saisonende der Fußball-Bundesliga das Salz in der Suppe.

Das liegt daran, dass die fehlende Zutat woanders zu finden ist. Schalke 04, Werder Bremen, der Hamburger SV und der 1. FC Nürnberg duellieren sich in der 2. Liga. Der 1. FC Kaiserslautern sorgt bei 47.000 Zuschauern in der 3. Liga für Ekstase.

Was wäre das für eine Bundesliga, wenn diese Namen im Saison-Endspurt um internationale Plätze und gegen den Abstieg kämpfen würden? Es würde knistern an allen Ecken und Enden - sogar die Langeweile an der Spitze mit Dauermeister Bayern München wäre erträglich.

Die Liga braucht einfach die Wucht der großen Traditionsklubs und die Themen, die sich um sie ranken. Anders kann die deutsche Eliteklasse im internationalen Vergleich nicht bestehen. Die von vielen Seiten mit Sorge beobachtete "Verzwergung" der Bundesliga wäre auf Dauer ihr Ruin.

Die Traditionsklubs, die natürlich selbst Schuld an ihrer Misere sind, müssen sich also endlich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Sie werden oben dringend gebraucht.

Dass es wohl mindestens zwei große Namen zurück in die Bundesliga schaffen werden, ist immerhin ein Anfang. So muss es im Sinne der Attraktivität weitergehen.

Und wenn sogar irgendwann auch der FCK wieder oben ankommen sollte, wird niemand mehr das Salz in der Suppe suchen.

Alexander Sarter ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)

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