Schalke 04: Noch ein Sieg bis BVB und Bayern!

Fever Pit'ch-Kolumnist Alex Steudel freut sich schon auf die Rückkehr der Königsblauen in die erste Liga

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Schalke 04: Noch ein Sieg bis BVB und Bayern!
Foto: Imago / Team2

Der FC Schalke 04 hat die letzten drei Zweitligaspiele gewonnen und damit schon sieben Punkte Vorsprung auf einen direkten Nichtaufstiegsplatz. Man muss kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dass ein Sieg der Königsblauen am Sonntag beim ebenfalls aufstiegslustigen SC Paderborn sie in die erste Liga führen würde. Selbst die Schalker könnten das in den letzten drei Spielen nicht mehr verhindern, und die schaffen ja bekanntlich sonst alles.

Bei mir herrscht nichts als Vorfreude – denn Schalke 04 bedeutet: Endlich wieder Drama in der etwas eingeschlafenen Liga eins, wo ein Klub wie Heidenheim ohne größere Aufregung vor sich hin verliert. Streit, Tränen, Entmachtung, Trainerwechsel, spektakuläre Spielertransfers – es wird bestimmt für jeden etwas dabei sein, wenn Schalke wieder da ist. Bevor dort ein Jahr lang Ruhe herrscht, schießt Harry Kane einen Elfer übers Tribünendach der Veltins-Arena, wenn's zu ist.

Dieser Klub gehört einfach in die Bundesliga, er ist der natürliche Feind von BVB und Bayern. Aber was nützt das beste Löwenrudel ohne Zebras?

Nein, ich meine nicht den MSV Duisburg. Die Schalker sind die wahren Zebras des Fußballs, sie waren seit 1958 nicht mehr Meister. 2001 hätte es geklappt, wenn ihnen nicht ein bayrischer Schwede namens Andersson in der Nachnachspielzeit des 34. Spieltags beim HSV die Schale weggeschnappt hätte. Ich saß im überkochenden Volksparkstadion, wo die Bayern das Wunder schafften, und erlebte es mit – seither tun mir die Schalker Fans in der Dauerschleife leid.

Ich muss einschränkend dazusagen, dass die aktuelle Saison etwas schalke-unwürdig ist. Viel zu ruhig. Der neue Trainer Miron Muslic, von dem vor seiner Verpflichtung niemand je gehört hatte, holt im Schnitt zweikommanull Punkte pro Spiel, da können Trainerlegenden wie Ralf Rangnick und Huub Stevens einpacken ... okay, der Vergleich hinkt ein bisschen, wir reden von zweikommanull Zweitligapunkten.

Egal, Muslic hat den Laden in den Griff bekommen und selbst professionelle Nörgler wie mich überzeugt – "Wieso redet ein österreichischer Zweitligatrainer in Gelsenkirchen dauernd Englisch?", fragte ich mich anfangs.

Schalke-like war dagegen der raúl-hafte Transfer von Edin Dzeko. Der Bosnier kam, traf und verletzte sich – passt eigentlich perfekt ins Bild. Aber es war nur ein weiteres Stück im Erfolgspuzzle: Die Schalker erbringen gerade den Beweis, dass man auch ohne internationalen Stürmerstar Spiele gewinnen kann.

Die anderen 17 Zweitligisten wissen das schon länger.


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