Ribeiro per Hacke: FCA beendet Negativserie gegen Köln

Für den Aufsteiger bleibt die Lage angespannt. Augsburg hat den Klassenerhalt fast schon sicher.

Ribeiro per Hacke: FCA beendet Negativserie gegen Köln
Foto: © IMAGO/SID/Ulrich Wagner

Der FC Augsburg hat im 500. Bundesligaspiel seinen Höhenflug dank eines spektakulären Hackentreffers von Rodrigo Ribeiro fortgesetzt, für den 1. FC Köln bleibt die Lage im Abstiegskampf dagegen angespannt: Der FCA gewann gegen den Aufsteiger mit 2:0 (0:0) und beendete nach sechs sieglosen Spielen seine Negativserie gegen die Kölner. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok gerät dagegen nach vier Spielen mit nur einem Punkt immer mehr unter Druck. Am Wochenende könnte der Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter schmelzen.

Im Jubiläumsspiel, das gleichzeitig auch den 150. Ligasieg bereithielt, brachte Ribeiro das Team von Manuel Baum in der 55. Minute sehenswert in Führung. Alexis Claude-Maurice besorgte nach einem Konter Sekunden vor Schluss die Entscheidung auf das leere Tor, nachdem FC-Torhüter Marvin Schwäbe bei einer Ecke aufgerückt war (90.+5).

Augsburg hat nach nun fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen sein Minimalziel Klassenerhalt fast schon erreicht. Zudem stellte der FCA seinen Heimrekord von acht ungeschlagenen Heimspielen aus der Saison 2010/2011 ein. Man müsse die Mannschaft "loben, aber die Saison sei noch nicht vorbei", sagte Keven Schlotterbeck bei Sky.

Köln muss dagegen weiter zittern. In den letzten 15 Spielen gab es nur zwei Siege, dafür neun Pleiten. "Da haben wir echt dran zu knabbern", sagte Kwasniok: "Wir haben immer das Gefühl, dass wir ein Spiel gewinnen können, aber de facto ist es so, dass wir aktuell zu viele nicht gewinnen."

Nach zuletzt guten Leistungen forderte Baum sein Team auf, "ambitioniert" und "hungrig" zu bleiben. Kwasniok sprach von einem "wichtigen Spiel" für seinen FC. Man habe zuletzt "Punkte liegen lassen". Augsburg übernahm von Beginn an klar das Kommando. Ribeiro sorgte bei Schüssen gleich zweimal für Gefahr (4./10.). Köln kam kaum ins Spiel. Erst nach gut 20 Minuten wurde die Partie offener, Köln hatte nun mehr Zugriff. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Bei Köln hing Stürmer Ragnar Ache, der am vergangenen Wochenende noch mit einem spektakulären Fallrückzieher-Tor für Furore gesorgt hatte, in der ersten Hälfte weitgehend in der Luft. Nur einmal wurde es für den FCA ansatzweise gefährlich, als Eric Martel per Kopf (38.) das Tor nur knapp verfehlte.

Nach dem Wechsel dauerte es nur ein paar Sekunden, da musste FCA-Keeper Finn Dahmen bei einem Kopfball von Kristoffer Lund Hansen erstmals ernsthaft eingreifen. Auf der anderen Seite hatte Schwäbe gegen Ribeiros Kunststück nach Vorarbeit von Noah Banks keine Chance. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Kwasniok brachte in der 67. Minute Shootingstar Said El Mala, Köln erhöhte den Druck.