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RB Leipzig demütigt Freiburg

RB Leipzig besiegt den SC Freiburg mit 5:1 im Pokal-Halbfinale. Leider störten wieder die Nebengeräusche.

Foto: Imago / Ostseephoto

Inhaltsverzeichnis

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!

Wer gehofft hatte, dass der SC Freiburg im Pokal-Halbfinale die Finalniederlage vom Vorjahr ausmerzt und RB Leipzig besiegt, sah sich nach wenigen Minuten enttäuscht. Der Titelverteidiger fegte die Streich-Truppe aus dem eigenen Stadion. Sowas kann passieren und ist nicht schlimm. Böse Pleiten im DFB-Pokal erlebt sogar der Rekordpokalsieger Bayern München regelmäßig.

Aber warum die Wut auf RB Leipzig ständig in Übergriffigkeit mündet und gestern Abend beinahe zu einem Platzsturm geführt hätte, bleibt das große Geheimnis von jenen Fans, die die Wahrheit des Fußballs für sich gepachtet haben wollen. Jeder weiß, dass RB Leipzig ein Konstrukt ist und mit dem traditionellen Vereinswesen wenig gemein hat. Aber ändert der permanente Protest etwas?

Muss man nicht irgendwann die Realität akzeptieren, dass RB Leipzig inzwischen zum Establishment der Bundesliga gehört, schönen Fußball spielt und sogar Erfolge vorweisen kann? Man kann sich darüber ärgern, gewiss, und den Umstand sogar für ungerecht halten. Aber deshalb immer wieder Häme und Streit? Fußball will doch eigentlich das Gegenteil: keine schlechten Verlierer.

Einen versöhnlichen Mittwoch wünscht

Euer Pit Gottschalk


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Schiri-Diskussion: Ich halte das nicht mehr aus!

Von Alex Steudel

Noch nie in der Geschichte der Bundesliga gab es weniger Fehlentscheidungen als heute. Das ist Fakt. Im Schnitt passieren vielleicht EIN oder ZWEI krasse Fehler pro Spieltag, manchmal passiert gar keiner. Vor der Einführung des VAR waren es wahrscheinlich FÜNFZEHN. Aber darüber redet längst niemand mehr.

Wir diskutieren stattdessen lang und breit über den VAR, als stünde das Ende des Fußballs bevor. Bald sind die Schiris auch an steigenden Gaspreisen und Arbeitslosigkeit schuld, weil der Kölner Keller nicht rechtzeitig eingeschritten ist.

Wir reden rund um die Uhr über feige Schiris, benebelte Keller und über Entscheidungen, die Titel kosten. Wirkt ein Schiri beim Fehlentscheiden arrogant, arbeitet sich ganz Deutschland an ihm ab. Dabei sieht er in dem Moment nur aus wie Leroy Sané.

Schiedsrichter, guckt genau hin: Führt endlich die Trainer-Challenge ein
Auch nach dem 30. Spieltag ist klar: eine Trainer-Challenge muss zeitnah im Profi-Fußball eingeführt werden. Kurzfristig helfen aber nur Schiedsrichter, die auf dem Platz und vor dem Bildschirm wissen, was auf dem Spiel steht.

Und jetzt geht es sogar darum, dass die Spieler eben laut genug protestieren sollen, um zu ihrem Recht zu kommen. Also noch mehr Rudelbildung für eine bessere Zukunft.

Der "Kicker" startete am Wochenende eine Diskussion über die Einführung von Trainerchallenges. Die Kollegen haben wohl nicht mitbekommen, dass es die längst gibt. Trainer challengen Schiedsrichter 90 Minuten pro Spiel, man kann sich als Zuschauer nur noch fremdschämen.

Ah, außer natürlich Jürgen Klopp und Tim Walter, die Entdecker der Ungerechtigkeit im Fußball, für die gilt das nicht. Der eine in England, der andere in der zweiten Liga, challengen sie die armen Schiedsrichter sogar 100 bis 120 Minuten pro Spiel; ich befürchte, das beginnt schon beim Aufwärmen und endet am Stadionbüfett: "Wie arrogant Sie sich das Brot nehmen! Was haben Sie bloß gegen diese Garnele?"

Und als genüge das nicht, befindet nun die FAZ, unsere Schiedsrichter seien wohl zu schlecht.

Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at

Nein, Leute, WIR sind zu schlecht. Gibt man uns 99 Prozent, jammern und schreien wir: Gebt uns 100! Wir sind nie zufrieden. An dem Tag, an dem die Schiris endlich vollkommen fehlerfrei arbeiten, finden wir vermutlich ihre Frisuren scheiße.

Und wir werden sie gleich danach als seelenlose Roboter bezeichnen.

Ich halte das nicht mehr aus! Denn man muss es offenbar ständig wiederholen: Nie passierten weniger Schiedsrichterfehler als heute.

Ich glaube, die Schiedsrichter werden vor allem von jenen Mitarbeitern im Fußballgeschäft instrumentalisiert, die Ausreden brauchen. Sie finden immer einen Schuldigen, bevor jemand auf den Gedanken kommen könnte, dass sie selbst keinen guten Job machen. Tief drinnen wollen sie gar keine Gerechtigkeit. Und ganz unten im Jammertal, da wohnt der BVB.

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Weil er nicht nur tobte, sondern die Integrität des Schiedsrichters infrage stellte, droht Trainer Klopp eine empfindliche Strafe. Arsenal gibt unterdessen den Titelkampf noch nicht auf.

Aus in der Champions League? Der Schiri war schuld! Rückschlag im Titelkampf? Der Schiri war schuld! Bestimmt ist der Schiri auch schuld, wenn dem BVB-Koch an der Geschäftsstelle die Tagessuppe anbrennt. Nieselregen am Spieltag? Mann, diese Schiris können ja gar nix!

Ohne Schiedsrichter wäre Borussia Dortmund natürlich längst Abonnementweltpokalsiegerbesieger. Wetten?

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