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Rassismus auf Schalke: Einzelfall oder Liga-Problem?

Inhaltsverzeichnis

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!

Es ist fast witzig, was der umstrittene Spielerberater Mino Raiola über das Transfergebaren im internationalen Fußball sagt. Er spricht von "Menschenhandel" und wirft Vereinspräsidenten vor, dass sie Profis benutzten "wie Handschuhe". Dreimal laut gelacht! Raiola ist jener Mann, der über viele Jahre das Transfersystem auspresste wie eine Zitrone und aufgrund dubioser Geschäftsgebaren geächtet war und gesperrt wurde. Dass ausgerechnet er gegen jene pestet, die ihm ans Leder wollten, verwundert nicht. Sein Interview offenbart nämlich die Wahrheit, wie zahnlos Verbände nach den Auswüchsen ihrer Branche schnappen. Berater wie Raiola finden immer Worte und Tricks, um im Geschäft zu bleiben, und vor allem Vereine, denen sie begehrte Ware andienen können. Zuletzt Borussia Dortmund, wo man sich über die Vermittlung von Erling Haaland freute. Niemand kann Raiola übelnehmen, dass er einem Brot- und Vermögenserwerb nachgeht. Aber er sollte nicht so einen Stuss erzählen. Er bereichert sich, wo er kann, und seine Verbalattacke dient allein seinem Geschäftszweck: Er selbst will wegbeißen, wer ihn beim Verdienen stört.

Einen romantischen Donnerstag wünscht

Euer Pit Gottschalk

Rassismus auf Schalke: Einzelfall oder Liga-Problem?

"... dann kicken wir nicht weiter"

Beim Pokalspiel zwischen Schalke und Hertha kam es offenbar zu rassistischen Beleidigungen gegen Jordan Torunarigha. DFB und Polizei ermitteln. Hätte das Schiedsrichterteam anders reagieren müssen?

Von Thomas Lipinski

Affenlaute in Italien, Hitlergrüße bei Englands Länderspiel, antisemitische Rufe in der 3. Liga - rassistische Ausfälle sind beim Fußball fast alltäglich. Nur die Bundesliga-Klubs schienen zuletzt nicht betroffen. Ja, der eine oder andere Spieler berichtete über Beleidigungen wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft. Doch Szenen wie in anderen Ländern oder unteren Klassen, in denen Spielabbrüche drohten, gab es im deutschen Oberhaus lange nicht.

Seit dem Pokal-Achtelfinale auf Schalke ist klar: Dieses Thema betrifft nicht nur die anderen, sondern auch die Bundesliga. Warum auch sollten sich Rassisten, die bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft beschimpfen und beleidigen, bei ihren eigenen Klubs zurückhalten?

Glaubwürdig? Schalke hat ein Problem

Schalke kündigt eine Aufklärung der rassistischen Beleidigungen  an. Doch der Klub steckt in einem Dilemma.

In den vergangenen Jahren hatte die aktive Fanszene gerade in der Bundesliga mit vielen Aktionen und Kampagnen den Rassismus aus den Stadien anscheinend verbannt - doch er kehrt zurück. Warum sollte es im Fußball anders sein als im Alltag?

Wenn 75 Jahre nach dem Holocaust Synagogen angegriffen, in den Parlamenten Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung als salonfähig angesehen und Menschen wegen ihrer Herkunft durch die Straßen gejagt werden sowie für erschreckend viele Wutbürger Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern die Wurzel allen Übels sind, darf sich niemand wundern.

Erklärung des Schiedsrichters wirkt dürftig

Schiedsrichter Harm Osmers hätte eingreifen können. Er erklärte sich nun gegenüber dem Verband.

Der Fußball ist keine Insel der Glückseligen - auch wenn er mit den zahlreichen Spielern aus allen Ländern, Kulturen und Religionen eigentlich ein Beispiel für Integration sein müsste. Er ist ein Abbild der Gesellschaft. In der gegen Andersdenkende in Sozialen Medien meist ungestraft gehetzt wird, Fakten nach eigenem Gusto verdreht oder komplett ignoriert und immer wieder Fremde angefeindet werden - eben auch im Stadion.

Von Einzelfällen zu reden, wie bei den DFB-Länderspielen, mag angesichts der (noch) geringen Zahl nachvollziehbar erscheinen. Doch schnelles, hartes Durchgreifen ist gefragt, sonst könnte auch in der Bundesliga der Rassismus wieder alltäglich werden.

Thomas Lipinski ist Redakteur beim Sport-Informations-Dienst (SID)

"Es war keine Tätlichkeit"

Bislang war man davon ausgegangen, dass Schalkes Trainer David Wagner im Pokalspiel gegen Hertha BSC (3:2 n.V.) wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hat. Auf Kicker-Nachfrage begründete Schiedsrichter Harm Osmers seine Entscheidung nun aber überraschend ganz anders.

Heute im Fernsehen

21 Uhr, DAZN: Copa, Bilbao - FC Barcelona

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Unnötige Spannung

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Überraschung!

Erstmals seit 1985: Viertligist im Viertelfinale des DFB-Pokals

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1:0 in Verl: Erst Andrich erlöst Union Berlin

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Alle mal herschauen!

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