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1:2! Pokal-Schock für Bayern

Die Bayern dachten, sie hätten alles im Griff. Dann kam der SC Freiburg und riss das Tuchel-Team aus allen Wolken.

Foto: Imago / Sven Simon

Inhaltsverzeichnis

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!

Wir werden uns an den Gedanken gewöhnen müssen, dass Bayern München mit Trainer Thomas Tuchel durch die Bundesliga und den DFB-Pokal marschiert …

So wollte ich ursprünglich das Vorwort im Newsletter beginnen. Dann kam der SC Freiburg und besiegte Bayern München in allerletzter Minute.

Der FC Bayern, Rekordmeister und Rekordpokalsieger, lernt seine Grenzen kennen und scheidet im DFB-Pokalviertelfinale aus.

Man ahnt noch nicht, was die Niederlage für die Champions League bedeutet. Verliert Bayern jetzt jedes Selbstbewusstsein vorm Duell mit Manchester City?

Was wir wissen: dass die Schlagzeilen wieder und nachhaltig den Bayern gehören. Man kann auch sagen: Beim FC Bayern wird's nie langweilig.

Und aus Überzeugung füge ich hinzu, damit es im Bayern-Echo nicht untergeht: Herzlichen Glückwunsch, SC Freiburg! Eine großartige Leistung!

Einen penetranten Mittwoch wünscht

Euer Pit Gottschalk


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DFB-Pokal heute im Fernsehen

TV-Sportprogramm heute
Das TV-Programm heute

18 Uhr, Sky: 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart
20.45 Uhr, ZDF: RB Leipzig - Borussia Dortmund


Ist Marco Rose ein Flitterwochentrainer?

Von Alex Steudel

Der Leipziger Marco Rose wirkt immer gut gelaunt, er ist stets ausgeglichen, wechselt von einem Topklub zum nächsten – aber liefern tut er nie (außer in Österreich, aber das kann ja jeder). Ist natürlich eine stark verkürzende Gemeinheit, ich weiß. Trotzdem ist auch ein Fünkchen Wahrheit dran.

Ich habe mich jedenfalls noch nicht einwickeln lassen vom netten Herrn Rose. Ich frage mich: Hat er wirklich das Zeug zum Top-Trainer? Und vor allem: Wann?

Es ist kurios. Wenn Rose bei einem neuen Klub anfängt, legt er jedesmal einen Blitzstart hin, das muss man ihm lassen: sieben Siege waren es in den ersten zehn Bundesligaspielen 2019 mit Borussia Mönchengladbach, sieben waren es diesen Herbst bei RB Leipzig. Und sogar acht der ersten zehn Ligaspiele gewann Rose, als er 2021 Trainer in Dortmund wurde.

Super Start, Gefühlsfeuerwerk – und dann geht es bergab. Immer. Wie in der Ehe.

Ist Marco Rose ein Flitterwochentrainer?

Auf mich wirkt er wie gesagt sehr umgänglich. Ständig dieses nette Lächeln, es gibt für alles eine Erklärung, manchmal eine süffisante, nie verliert er die Kontrolle über sich. Jedesmal, wenn ich ihn sehe und höre, denke ich: Ach, man kann bestimmt Spaß haben mit ihm!

Aber ich frage mich: Ist diese Stärke in Wirklichkeit eine große Schwäche?

Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at

In Dortmund habe ich das Gerücht gehört, Rose sei daran gescheitert, dass er zu oft denke wie ein Spieler (65 Erstliga-Einsätze für Mainz). Das ist übrigens kein Kompliment, denn Spieler verzeihen gern – sich selbst. Sie suchen immer Fehler – nur nicht bei sich selbst. Gute Trainer sind das Gegenteil. Sie sind fies und wahrheitsorientiert und bekämpfen die Ich-Bezogenheit des Spielers zugunsten des Kollektivs. Sie sind kein Kumpel. Sie gehen da hin, wo es wehtut.

Rose musste Dortmund verlassen, weil er zu nett war und der BVB sich in Champions League, Europa League und DFB-Pokal früh blamierte und in der Liga nur Geleitschutz für die Bayern bot. Man sah in ihm keinen Trainer, der große Titel holt.

Heute trainiert Rose Leipzig, das ebenfalls Titel gewinnen will. Es geht nur wieder bergab, er kann bisher auch in Sachsen sein gutes Anfangsniveau nicht halten. Zuletzt hat der 46-Jährige vier von fünf Spielen verloren. Die letzten drei sogar mit einer Tordifferenz von 0:11.

Leipzig ist nur Fünfter, aber Rose braucht Erfolge. Der Pokal ist der letztmögliche Titel der Saison. Gegner heute im Viertelfinale ist aber Dortmund. Vielleicht schafft er ja die Wende. Ich fänd's nett.

Das dritte Steudel-Buch ist da! Titel: "Die nächste Kolumne ist immer die wichtigste". 276 Seiten für 14,95 Euro. Wer es sofort will: Hier bestellen! Wer ein signiertes Exemplar bevorzugt: Mail an post@alexsteudel.de.

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