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Pleite in Bochum: FC Bayern in Erklärungsnot

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Guten Morgen, {{first_name}} {{last_name}}!

Vergangene Nacht hat der Super Bowl wieder Millionen von Deutschen in seinen Bann gezogen. Was man vor allem beim American Football sieht: Kommerz pur. Auch ein TV-Werbespot kostet angeblich ein Vermögen.

Kurioserweise hört man in Deutschland kaum Klagen über die ausufernde Eventisierung beim American Football. Sogar die aufwändige Halbzeitshow, cool bis kitschig, erfährt maximale Vorfreude.

Dass drüben in den Staaten Klubs aus dem Nichts entstehen ("Franchise"), plötzlich über Nacht den Standort wechseln müssen und Fans jeden US-Dollar aus der Kreditkarte pressen, geht im Konfettiregen unter.

Meine Vermutung ist manchmal: Die Begeisterung ist ebenfalls bei jenen zu spüren, die beim deutschen Fußball zu Tobsuchtsanfällen neigen, wenn nur die kleinste Abweichung von Turnvater Jahns Vorgaben passiert.

Gespielt haben: die Cincinnati Bengals gegen die Los Angeles Rams. Bitte seht mir nach, dass ich für das Endergebnis nicht den Redaktionsschluss von Fever Pit'ch verschoben habe. Die Details liefert Sport1 aktuell.

Einen touchigen Montag wünscht

Euer Pit Gottschalk

Pleite in Bochum: FC Bayern in Erklärungsnot

Bochum – Bayern 4:2 | Highlights Bundesliga 22. Spieltag | SPORT1

Von Marco Heibel

Der Begriff "Mentalität" bewegt sich im Fußball irgendwo zwischen Universalerklärung und Unwort. Viele Profis reagieren genervt, wenn sie das M-Wort nach schlechten Spielen hören. Etwas anderes ist es, wenn die Spieler es selbst in den Mund nehmen. Wenn die Kritik aus den eigenen Reihen kommt.

So gesehen muss man Joshua Kimmich für seine wieder einmal deutlichen Worte danken. Oft ist es sehr einfach, fehlende Spannung und mangelnden Kampfgeist als Gründe für eine Niederlage anzuführen.

Doch - bei allem Respekt für den VfL Bochum - anders lässt sich die 2:4-Pleite von Serienmeister Bayern München beim Aufsteiger kaum erklären. Zumal sie noch höher hätte ausfallen können.

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Logisch, der FC Bayern ist seit Wochen von Corona und Verletzungen gebeutelt, viele Stars erhalten kaum eine Pause. Dabei stehen die englischen und damit entscheidenden Wochen der Saison erst bevor.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann räumte ein, er hätte früher reagieren müssen. Noch bevor der Sieben-Minuten-Kollaps mit drei Gegentoren praktisch alle Chancen auf einen Erfolg vereitelte. Allerdings bemängelte Nagelsmann auch die fehlende Spannung bereits im Abschlusstraining, zu wenige Spieler hätten den Schalter umgelegt.

Wie kann so etwas sein? Klar, das Polster in der Bundesliga ist weiter komfortabel. Doch nun kommen die Wochen, die darüber entscheiden, wie die Saison 2021/22 an der Säbener Straße bewertet wird. Im DFB-Pokal kostete ein erster unerklärlicher Kollaps beim 0:5 in Mönchengladbach schon die Chance auf den ersten Titel, das 2:4 beim krassen Underdog aus dem Ruhrpott keine vier Monate später wirft endgültig Fragen auf.

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Ruht sich eine mit Weltklassespielern gespickte Mannschaft auf ihrer personellen Qualität aus? Oder wird sie im Tagesgeschäft Bundesliga einfach so wenig gefordert, dass solche Spiele immer wieder passieren können?

Woanders mag man so etwas hin und wieder akzeptieren. Bei Bayern München nicht. Steht am Ende "nur" die Meisterschaft, gilt die Saison als verloren. Das Gute aus Bayern-Sicht: Am Mittwoch in der Champions League bei Red Bull Salzburg zählt es. Fehlende Spannung ist da nicht zu erwarten. Erst recht nicht nach Samstag.

Marco Heibel ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)

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Achtung, die Sachsen kommen!

"Nur longline nach vorn gewichst"

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Willi Orban hat gegen seinen ehemaligen Trainer Jesse Marsch nachgetreten und dessen Spielweise bei RB Leipzig scharf kritisiert.

Von Alex Steudel

Leipzig im Februar 2022: Die Buchmesse ist abgesagt, RB ist angesagt. Vor lauter FC Bayern und Dortmund hätten wir ihn aber tatsächlich fast übersehen, den sensationellen Wieder-Aufschwung bei den Bullen. Domenico Tedesco übernahm Ende 2021 auf Platz elf und steht jetzt, nach dem 3:1 gegen Köln, schon auf Platz vier.

Seine Saisonkurve wirkt auf mich wie die Skizze einer 8000er Besteigung von Reinhold Messner. Basislager im Dezember, dann hoch ohne Pause, nur der Gipfel fehlt noch. Dafür ist es zu spät, nächstes Jahr vielleicht.

Sechs Siege und ein Remis in neun Spielen hat Tedesco vorzuweisen, selbst die Bayern mit ihrem Milliardenkader brauchten kürzlich ein Sachsen-Eigentor, um mit Müh und Not 3:2 zu gewinnen. Und während sie in München und Dortmund mehr mit sich selbst als dem Rest der Liga beschäftigt sind (selbstangelegte Baustellen à la Süle/Rummenigge; Zickzack-BVB), macht Tedesco viel richtig und wenig Gewese drum.

Das heißt, am Samstag meckerte der Perfektionist ein bisschen. Er will halt immer den Ball, er würde seine Spieler am liebsten schon beim Warmmachen auf die andere Seite des Platzes schicken, um ihn den Anderen abzujagen. Alles unter 60 Prozent Ballbesitz ist für Tedesco das Aufstehen am Morgen nicht wert.

In der Hinrunde "haben wir gefühlt jeden Ball nur longline nach vorn gewichst", sagte Willi Orban, der Abwehr-Ungar des Vizemeisters. Spitzensatz. Tedescos Vorgänger Jesse Marsch war eben anders, mehr der Typ Voyeur - erst mal schauen, was die da drüben so machen. Und, viel schlimmer: Er gewann sogar Niederlagen etwas Schönes ab.

Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at

Tedesco muss man einfach mögen, er ist erst 36 Jahre alt und weiß bereits immer, was er will. Dabei wirkt er am Spielfeldrand manchmal, als würde er gar nicht dazugehören. Ich glaube, er wird noch zur echten Gefahr für die Bayern, wenn er so weitermacht.

Denn da ist ja außerdem diese Mannschaft und vor allem diese junge Offensive. Den Spanier Dani Olmo (23) will schon jetzt halb Europa, der Franzose Christopher Nkunku (24) ist eine Sensation, und Angelino (25) quirlt ein Glas Rohmilch in vier Sekunden zu Sahne. Herrlich anzuschauen, das Ganze. Wenn erst Stürmer André Silva ins Rollen kommt (vier Tore in den letzten fünf Spielen), nicht auszudenken.

Für die Meisterschaft ist es zu spät, klar, aber dafür kann ja wohl der Trainer nichts. Den größten Vorwurf, den sich die Leipziger Bosse gefallen lassen müssen, ist nämlich: Dass sie Tedesco zu spät geholt haben.

Die gute Nachricht: Nächste Saison können sie ihn nicht zu spät holen.

Achtung: Steudel-Kolumnen gibt es übrigens auch als Buch. Titel: "UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN", 268 Seiten. Hier geht's lang

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