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Nagelsmann: "Ich hatte nicht nur Bayern und den DFB"

Nagelsmann spricht erstmals über seine Absage an den FC Bayern. Wäre seine Triebfeder das Geld, sagt er, wäre er wohl bei einem Verein gelandet.

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Herzogenaurach - Bundestrainer Julian Nagelsmann hat dem FC Bayern München nach eigener Aussage nicht aus Verstimmung über seine Entlassung vor gut einem Jahr abgesagt. "Ich habe meinen Körper abgetastet, da habe ich keinen Stachel gespürt", sagte Nagelsmann im Interview mit MagentaTV über eine entsprechende Vermutung des Bayern-Sportvorstandes Max Eberl: "Bei mir sitzt kein Stachel tief."

Im einstündigen Talk-Format "Bestbesetzung" verriet Nagelsmann, er habe vor seiner Vertragsverlängerung mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch noch weitere Zukunftsoptionen gehabt. "Ich hatte nicht nur Bayern und den DFB, es waren auch noch ein paar andere Klubs da", sagte er. "Ich habe die Pflicht, alles abzuwägen, mich auch zu treffen, zu überlegen."

Letztlich habe er sein eigenes EM-Projekt nicht gefährden wollen. "Dass da nicht der Eindruck entsteht, ich würde mich zweigleisig auf einen anderen Job vorbereiten müssen, was zwangsläufig der Fall gewesen wäre", sagte der 36-Jährige. "Hinzu kommen familiäre Themen. All das hat mich mit voller Überzeugung zurückgelassen, beim DFB zu verlängern."

Geld sei dabei "nicht die Haupttriebfeder" gewesen: "Sonst wäre ich eher bei einem Verein gelandet. Jeder kann sich vorstellen, dass man da mehr verdienen kann." Er habe sich "ganz bewusst" für den DFB entschieden - und nicht gegen Bayern München.

Nun wolle er die Euphorie der letzten Länderspiele "in dieses Riesenturnier mitnehmen, wo ich gar keine Zweifel dran lassen will, dass ich mit allem, mit Haut und Haar, für die erfolgreiche Heim-EM kämpfe".

Nagelsmann hatte seinen Vertrag bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko verlängert. Der FC Bayern sucht weiterhin einen Nachfolger für Thomas Tuchel.


Foto: © AFP/SID/JOE KLAMAR

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