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Nächster Halt: Spanien!

Bisher war nur Spaß. Am Freitag erwartet die deutsche Mannschaft im Viertelfinale der mit Abstand schwerste EM-Brocken. Kann das funktionieren?

Foto: Imago / Pro Shots

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Natürlich gibt es genügend Indizien für die These, dass es am Freitag für das deutsche Team zu Ende gehen wird. Die Spanier, Gegner im Viertelfinale, wirken so besiegbar wie das NBA-Dream-Team vor 32 Jahren bei Olympia. Und bei allem deutschen Jubel: Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bei dieser EM noch keine richtige Top-Mannschaft besiegt.

Sieht schlecht aus.

Spanien, das haben die letzten Auftritte, inkl. gestern das 4:1 gegen Georgien, gezeigt, ist organisiert wie die Bahn in der Schweiz und kreativ wie Elon Musk. Deutschland war bis vor kurzem organisiert wie die Bahn in Deutschland und kreativ wie Mautstellenmitarbeiter.

Doch das ändert sich langsam. Es gibt tatsächlich Phasen im deutschen Spiel, die richtig gut aussehen. Ich meine damit nicht die, wenn der VAR den Ball hat. Und nicht die Frisur von Toni Kroos. Ja, wir kicken manchmal ansehnlich. Es gibt aber auch viele Phasen, die sehen mittelmäßig aus.

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Die Frage ist: Wie tritt Deutschland am Freitag auf?

Als ich nach Materialien suchte, die gegen Spanien sprechen, stieß ich auf deren 0:1 gegen Kolumbien. Das war erst im März. Leider stand in der spanischen Startelf damals lediglich ein Mann aus der Formation, die bei dieser EM so klar dominiert.

Gegen Spanien hat Deutschland wiederum das einzige gute Spiel der letzten WM gemacht. Das endete aber auch nur 1:1.

Reicht das?

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Es könnte. Denn wir haben noch ein paar weitere Trümpfe in der Hinterhand. Jederzeit zur Hilfe eilenden Regen etwa. Der Normalspanier kennt ihn kaum. Und den VAR. Der verschiebt in schwierigen Momenten wie von Zauberhand Linien zu deutschen Gunsten.

Und wir haben das Publikum. Das ist der größte Trumpf. Das Viertelfinale findet nämlich in Stuttgart statt: Schwaben lärmen noch mehr als sie sparen.

Genaugenommen kann eigentlich nichts schiefgehen. Zu Beginn dieser Kolumne war ich sehr skeptisch, jetzt bin ich plötzlich sicher: Die schaffen das.

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