Kovac rät Adeyemi zu Geduld: "Muss warten"
Der Nationalspieler ist beim BVB im neuen Jahr bisher nur zweite Wahl in der Offensive.
Vom Leistungsträger zum Bankdrücker: Karim Adeyemi hat beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im neuen Jahr seinen Stammplatz verloren. Trainer Niko Kovac sieht derzeit dessen Nationalmannschaftskollegen Maximilian Beier vorne. "Maxi hat es richtig gut gemacht, deswegen verdient er es zu spielen", sagte der BVB-Coach vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC St. Pauli: "Karim muss warten und auf seine Chance hoffen."
Kovac riet Adeyemi, der in den Spielen bei Eintracht Frankfurt (3:3) und gegen Werder Bremen (3:0) erst in der Schlussphase eingewechselt wurde, zu Geduld. "Wir haben noch viele Spiele im Januar, so dass wir schon noch rotieren werden. Das ist ganz klar", erläuterte Kovac. Bis Anfang Februar stehen fünf Spiele in zwei weiteren Englischen Wochen auf dem Programm.
Adeyemi hatte bis Ende November mit sechs Toren und drei Vorlagen zu den besten Dortmunder Offensivspielern gehört, allerdings sorgte er mit der Affäre um die "Mystery Box" mit illegalen Waffen aus dem Internet sowie verweigerten Handschlägen nach Auswechselungen immer wieder für Aufregung außerhalb des Spielfeldes.
Gegen St. Pauli muss Kovac auf den Afrika-Cup-Heimkehrer Ramy Bensebaini, der sich "eine Grippe eingefangen" habe, und Marcel Sabitzer (Wadenprobleme) verzichten. Auch Aaron Anselmino ist nach einer Oberschenkelverletzung noch nicht wieder einsatzfähig. Gegen den Abstiegskandidaten werde es "kein leichter Gang", prophezeite der BVB-Trainer, "das ist eine Mannschaft, die über 90 Minuten sehr kompakt verteidigt, das sieht man selten." Aber man habe nach dem 3:3 im Hinspiel nach 3:1-Führung "ein bisschen was gutzumachen".