"Kehl war immer sehr kontrolliert"
Bei Borussia Dortmund ist eine Ära zu Ende gegangen. Sebastian Kehl konnte keine Spuren als Funktionär hinterlassen.
Nach gut vier Jahren, insgesamt acht als Funktionär, ist am Sonntag die Zeit von Sebastian Kehl als Sportdirektor von Borussia Dortmund zu Ende gegangen. Ein Nachfolger ist in Nils-Ole Book bereits gefunden. Der kurzfristige Wechsel zeigt, dass der Verein schnell eine Veränderung herbeiführen wollte. Es wirkte fast nie komplett harmonisch zwischen Kehl, dem Ex-Spieler und früheren Kapitän, sowie den anderen BVB-Bossen.
Oft machte es den Anschein, dass sich die Führungsriege und der Sportdirektor in vielen Punkten nicht sonderlich einig waren. Kehl wirkte zudem sehr kontrolliert, "er will immer eine Rolle ausfüllen", meint daher Burkhard Hupe. Der Reporter, seit vielen Jahren bekannt aus der ARD-Radiokonferenz, sieht darin einen Grund für das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit.
Im Vodcast Schwarzgelbe Runde spricht er mit Moderator Sascha Staat vor allem über den kurzfristigen Wechsel, aber auch über den sportlichen Weg des BVB. Er sieht, wie viele, mehr Mut und Emotionen als Basis für größere Erfolge. Punkte, die Kehl ein wenig vermissen ließ. Bricht nun in Dortmund mit frischem Wind in einer Schlüsselposition eine neue Zeitrechnung an?