Irak fordert Playoff-Verlegung

Der Nationaltrainer wünscht sich mit Verweis auf den Nahost-Krieg einen anderen Termin.

Irak fordert Playoff-Verlegung
Foto: © AFP/SID/YASSER AL-ZAYYAT

Die irakische Fußball-Nationalmannschaft wünscht sich angesichts des eskalierenden Krieges im Nahen Osten eine Verlegung ihres Playoff-Spiels für die WM. Die "Löwen Mesopotamiens" sollen am 31. März bei den Interkontinentalen Ausscheidungsspielen im mexikanischen Monterrey um eines der letzten Tickets für die Endrunde im Sommer kämpfen. Gegner ist der Sieger des Duells zwischen Bolivien und Suriname, das am 26. März stattfindet.

Allerdings befürchtet der Irak Reiseprobleme. Seit dem 28. Februar ist der irakische Luftraum geschlossen. Viele Spieler haben Probleme, an Einreisevisa zu kommen. Iraks Nationaltrainer Graham Arnold betonte, dass seine Mannschaft ohne die in der Heimat aktiven Spieler nicht konkurrenzfähig wäre. Die Auswahl hofft auf die erste WM-Teilnahme seit 1986.

"Wenn die FIFA das Spiel verschieben würde, hätten wir genügend Zeit, um uns angemessen vorzubereiten", wird Arnold in einem Bericht der BBC zitiert. Der Australier, der selbst an seinem Wohnort Dubai festsitzt, schlägt einen Termin in den USA eine Woche vor WM-Start vor. Verbandspräsident Adnan Dirjal arbeite "rund um die Uhr" an einer Lösung und daran, "den Traums aller Iraker" zu verwirklichen.

Die FIFA hat sich zu einer möglichen Verlegung bislang nicht geäußert. Laut dem englischen Guardian soll Irak die Verschiebung bereits beantragt haben.

Im zweiten Halbfinale der Interkontinentalen Playoffs stehen sich Neukaledonien und Jamaika gegenüber. Der Sieger dieses Duells spielt gegen die DR Kongo um ein weiteres der insgesamt 48 Tickets für das XXL-Turnier.