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Hilfe, ich habe WM-Angst!

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!

Die letzten Bundesliga-Tage vor dem WM-Start sind angebrochen. Unter der Woche findet der 14. Spieltag statt, am Wochenende der 15. Spieltag. Danach freuen wir uns, jeder auf seine Art, auf die WM 2022 in Katar.

Ja, es gibt gute Gründe, die Weltmeisterschaft zu boykottieren. Aber viele von uns Sportberichterstattern tun das nicht, sondern werden in aller Sachlichkeit und notwendigen Emotionalität die Nationalelf beurteilen.

Drei Tage nach dem WM-Eröffnungsspiel Katar gegen Ecuador (20. Nov.) spielt Deutschland gegen Japan (an einem Mittwoch um 14 Uhr). Eine Prognose, ob's besser läuft als 2018 in Russland, wage ich noch nicht.

Was ich aber tue: Ich nehme an unserem WM-Tippspiel teil. Ich selbst darf zwar keinen von den Preisen abräumen, die Firmen wie zum Beispiel VW, Panini und Urban Sports Club zur Verfügung stellen.

Aber mir macht es einfach Spaß, mich bei jedem Tippspiel bis auf die Knochen zu blamieren… Im Ernst: Es würde mich freuen, wenn wir uns in der Tippgemeinschaft träfen. Ja, richtig gelesen.

Fever Pit'ch gründet zur WM 2022 eine eigene Tippgemeinschaft, zu der man sich entweder unter diesem Link hier registrieren kann - oder man schickt mir seine Mailadresse, damit ich eine Einladung sende.

Wir alle sind nicht glücklich damit, dass die WM 2022 in Katar stattfindet, schon klar. Aber warum sollen wir nicht das Beste aus der Situation machen? Sport zu ignorieren, ist für mich keine Option.

Was jenseits des Platzes beobachtet wird, auch die Widerwärtigkeiten, thematisieren wir natürlich. Aber es gilt auch, was Adi Preißler der Nachwelt hinterließ: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Sogar beim Tippen.

Einen zuversichtlichen Montag wünscht

Euer Pit Gottschalk

Unser Tippspiel zur WM 2022: Hier klicken!

Immer wieder sonntags

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Hilfe, ich bin schon im WM-Angst-Modus!

Das zauberhafte Comeback des Manuel Neuer

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Bayern-Torwart Manuel Neuer ist wieder fit. Beim Sieg gegen Hertha überzeugt er außerhalb des Strafraums mit einer grandiosen Aktion. Für die WM in Katar ist er zuversichtlich. Alex Steudel nicht unbedingt.

Von Alex Steudel

Es ist soweit, ich kann nicht mehr ruhig Fußball gucken. Die WM ist zu nah. Ich habe Angst. Angst vor der nächsten Timo-Werner-Katastrophe - einer Verletzung mit WM-Teilnahmetodesfolge.

Am Wochenende habe ich mich während jedes Zweikampfs eines deutschen Nationalspielers in die Sofalehnen gekrallt. "Oh Gott, das war's!", schreiend. Gestern Abend kam Besuch, die Leute schauten mein Sofa an und fragten, ob ich neuerdings Katzen habe.

"Mensch bist du irre, geh' doch nicht so rein, in zwei Wochen ist WM!", brülle ich, wenn Joshua Kimmich in den Ball springt. Oder Niklas Süle. Wahrscheinlich geht's Hansi Flick genauso.

Werner und Grischa Prömel haben wir bereits verloren. Manuel Neuer braucht nur noch einmal auf die Schulter fallen, und das war's. Mats Hummels musste in Dortmund durchspielen. Unverantwortlich in dem Alter.

Jetzt hoffe ich schon auf Hummels. Mein Wochenende war nicht schön.

Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at

Im Fall Jamal Musiala ist es besonders schlimm. Wenn er losrennt, geht bei mir gar nichts mehr. Ich verspanne bis zum Bandscheibenschaden. Samstagnachmittag musste ich zum Ski-Mattenspringen in die ARD zappen, als sein Zweikampfverhalten in Berlin zu viel für meine Nerven wurde.

Beim Mattenspringen traf ich lustigerweise einen alten Bekannten, da moderierte nämlich WM-Finalmann Tom Bartels. Der konnte wohl auch nicht mehr hingucken, als Mario "Mach ihn" Götze auf Sky wie von allen guten Geistern verlassen in Augsburg aufdrehte.

Hm, Mattenspringen. Wie schlau von Tom Bartels, dachte ich, auf Matte kann er sich nicht verletzen.

Stellt euch mal vor, Musiala fällt aus. Morgen gegen Bremen etwa. Oder wegen irgendeines verrückten Schalkers.

Wusstet ihr, dass Schalke am Samstag gegen die Bayern spielt? Und das nächste Pflichtspiel ist dann bei der WM Deutschland gegen Japan. Jetzt ratet mal, wer Schalker Abwehrspieler ist: Maya Yoshida. Japaner. Habt ihr schon eins und eins zusammengezählt? Ist doch klar, was der Typ plant.

Solche kranken Gedanken quälen mich.

Das sind Hansi Flicks Kandidaten

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Bei der WM 2022 in Katar will die deutsche Nationalmannschaft die Schmach von Russland vergessen machen. Wen aber nimmt Bundestrainer Hansi Flick mit nach Katar?

Ich habe den totalen Verfolgungswahn. Schließe ich meine Augen, sehe ich zwei Sanitäter, die mit einer Trage hinter mir herrennen. In der Trage liegt der Mannschaftsbus des DFB.

Wenn Bambi Musiala jetzt auch noch ausfällt, kann Hansi Flick in Katar Ölschürfen trainieren lassen, dann sind wir verloren. Und über eine Verletzung von Jupp Moukoko will ich lieber gar nicht erst nachdenken. Der Mann ist in Topform. Zwei Tore am Wochenende. Unsere letzte Sturmhoffnung.

Habe ich gerade "Mann" geschrieben? Da seht ihr mal, wie's mir geht. Moukoko ist 17. Ein Teenager als Retter in der Not. Sogar Gerd Müller war bei der WM 1966 schon 20.

Einige Trainer haben gesagt: Das volle Fußballprogramm sorgt dafür, dass sich jetzt immer mehr Leute verletzen. Ich sehe das jetzt genauso. Jeden Tag kommen neue dazu. Aber immer sind es Deutsche. Wenn jetzt bei Moukoko was reißt, können wir in Katar vorne Michael Preetz spielen lassen. Zeit hat er ja. Und vor allem: keine Einsatzminuten mehr bis Japan.

Ihn wollen die Fans stürmen sehen

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Wer soll für Deutschland bei der WM stürmen? Nach dem Werner-Ausfall, der Moukoko-Show und dem Füllkrug-Treffer gegen Schalke stellt Bild diese Frage. Die Antwort: eindeutig.

Mir geht's mit näher rückender WM schlechter und schlechter. Ich bin im Angst-Modus. Kommende Woche gieße ich Pflanzen und tapeziere. Fußball geht nicht mehr.

Und noch schlechter fühle ich mich, wenn obendrein die Anderen super spielen. Die Spanier und Japaner und Franzosen zum Beispiel drehten Samstag auf – Dani Olmo, Daichi Kamada, Christopher Nkunku. WM-Raketen, und verletzungsresistent wie eine Hauswand.

Alles läuft gegen uns. Mir wird ganz übel. Für mich schwimmen Flicks Felle nicht davon, sie kraulen schon.

Was kann man da noch tun?

Ist eigentlich klar: Wir brauchen das Programm "Germany First". Die Bundesligatrainer müssen diese Woche alle deutschen Nationalspieler auf die Bank setzen. WM-Quarantäne for se greater Good, wie der Ami sagt.

Steudel-Kolumnen gibt’s auch als Buch – der Titel: “UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN”, 268 Seiten. Hier bestellen!

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Bisschen Werbung darf sein

WM-Tippspiel gegen Sport1 Prominenz. Mit freundlicher Unterstützung und lukrativen Preisen von Volkswagen, Panini, Urban Sports Club, Stahlfieber, PDC Europe, Stryve, Deutsches Fußballmuseum und Constantin Film

Alle mal herschauen!

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Thomas Hitzlsperger wollte sich selbst ein Bild machen. Also reiste der frühere Fußballprofi im Auftrag der ARD, für die er bei der WM als TV-Experte arbeiten wird, nach Katar – und traf dort die Menschen vor Ort. Privat wäre eine solche Reise für Hitzlsperger, der für den DFB auch als Botschafter für Vielfalt agiert, aber nicht denkbar gewesen.