Eberl appelliert an Berater: "Haben nur dieses eine Boot"

In der hitzigen Debatte um die Spieleragenten mahnt der Münchner Sportvorstand zur Besonnenheit.

Eberl appelliert an Berater: "Haben nur dieses eine Boot"
Foto: © AFP/SID/Alexandra BEIER

Sportvorstand Max Eberl von Bayern München hat in der anhaltenden Berater-Debatte im Profifußball alle Beteiligten zur Besonnenheit gemahnt. "Wir müssen uns alle bewusst sein: Wir haben nur dieses eine Boot - und das sollten wir nicht zum Kentern bringen. Da sind alle für gefragt", sagte Eberl.

"Populistisch zu sagen, die braucht keiner, ist nicht zielführend", ergänzte er und erklärte: "Die Verträge sind sehr komplex geworden, die Rechte von Spielern und Vereinen auch. Dass man eine Begleitung hat als Spieler, finde ich nicht verwerflich, sondern wichtig und richtig." Diskutabel sei allerdings "die Honorierung".

Grundsätzlich stelle sich jedoch die Frage des Umgangs miteinander, betonte Eberl und führte aus: "Wir alle sitzen in diesem Boot des Fußballs. Und dieses Boot hat nur eine gewisse Anzahl Paddel, wenn ich das als gleichbedeutend mit finanziellen Möglichkeiten nehme. Und wenn irgendwann keine Paddel mehr da sind, dann rudert keiner mehr von uns. Weder wir, aber sie auch nicht mehr. Das sollten wir alle im Kopf haben, an die Zukunft denken und es gesund halten."

Die Debatte über Sinn und Notwendigkeit von Agenten hatte zuletzt durch mehrere Aussagen unter anderem von Bayern-Patron Uli Hoeneß, aber auch von prominenteren Spielervertretern Fahrt aufgenommen und wurde zunehmend hart geführt. Eberl war um Gelassenheit bemüht und betonte: "Als Verein hast du immer die Kraft zu sagen: Ich will's nicht, oder ich will's doch."