Carrick übernimmt Manchester United bis Saisonende
Die Red Devils entscheiden sich erneut für einen langjährigen Spieler als Interimslösung.
Der krisengeschüttelte Premier-League-Riese Manchester United hat sich auf Michael Carrick als Cheftrainer bis zum Saisonende festgelegt. Wie der Klub am Dienstagabend mitteilte, löst der einstige United-Profi damit die bisherige Interimslösung Darren Fletcher ab, der für zwei Spiele nach dem Aus des Teammanagers Ruben Amorim übernommen hatte und neben einem 2:2 beim FC Burnley auch das Aus im FA Cup gegen Brighton & Hove Albion (1:2) zu verantworten hatte.
Carrick, der als Spieler in zwölf Jahren 464-mal für die Red Devils auf dem Platz stand, arbeitete bereits von 2018 bis 2021 unter José Mourinho und Ole Gunnar Solskjaer als Co-Trainer für den 20-maligen englischen Meister. Anschließend saß er knapp drei Jahre beim Zweitligisten FC Middlesbrough als Cheftrainer auf der Bank, wo er 2025 als Zehnter zum Saisonende entlassen wurde.
"Die Verantwortung für Manchester United zu tragen, ist eine Ehre", wird Carrick zitiert: "Ich weiß, was es braucht, um hier erfolgreich zu sein. Mein Fokus liegt nun darauf, den Spielern dabei zu helfen, die Standards zu erreichen, die wir von diesem unglaublichen Verein erwarten und von denen wir wissen, dass diese Mannschaft sie mehr als erfüllen kann."
Den 44-Jährigen erwartet bei seinem Ex-Verein ein heikles Unterfangen: Ausgerechnet zu Beginn seiner Amtszeit warten mit dem Stadtderby gegen Manchester City am Samstag (13.30 Uhr/Sky) und dem Gastspiel beim Spitzenreiter FC Arsenal am 25. Januar die ligaweit wohl schwierigsten Aufgaben.
United, erstmals seit 1982 in beiden nationalen Pokalwettbewerben bereits an der Auftakthürde gescheitert, kommt durch den zusätzlich fehlenden Europapokal lediglich auf 40 Saisonspiele - so wenig wie seit 111 Spielzeiten nicht mehr. Von den vergangenen sieben Partien gewannen die Red Devils nur eine. Vor dem 22. Spieltag ist die lukrative Champions-League-Qualifikation mit Platz sieben - drei Punkte hinter dem FC Liverpool auf Rang vier - jedoch noch in Reichweite.