BVB setzt mit Gala gegen Mainz ein klares Zeichen an den FC Bayern
Borussia Dortmund verkürzt Abstand zu Bayern vor dem direkten Duell - zumindest für eine Nacht.
Der BVB hat ein Zeichen gesetzt. Nicht mit Zauberfußball, nicht mit spielerischer Brillanz, sondern mit dem, was in entscheidenden Saisonphasen zählt: Effizienz, Konsequenz und der unbedingten Wille, oben dranzubleiben. Das 4:0 gegen Mainz 05 war ein Statement an den FC Bayern, der am 28. Februar nach Dortmund reisen muss.
Drei Tore vor der Pause, alle per Kopf – das klingt nach Arbeitssieg, nach Standardfußball im besten Sinne. Serhou Guirassy traf zweimal, Maximilian Beier einmal. Julian Ryerson lieferte die Vorlagen mit chirurgischer Präzision. Der Norweger war der überragende Mann auf dem Platz, seine Flanken fanden immer wieder die Köpfe seiner Mitspieler. Mainz-Torhüter Daniel Batz brachte es auf den Punkt: Die Standards haben sie gekillt.
Für Guirassy ist dieses Spiel mehr als nur ein Doppelpack. Der Stürmer stand wochenlang in der Kritik, seine Torquote entsprach nicht den Erwartungen, die mit seiner Verpflichtung verbunden waren. Nun trifft er im dritten Ligaspiel in Folge. Das ist die Art von Formkurve, die ein Titelaspirant in der entscheidenden Saisonphase braucht.
Drei Punkte Rückstand auf Bayern – zumindest für diese eine Nacht. Der Spitzenreiter kann am Wochenende nachlegen, doch die Botschaft aus Dortmund ist unmissverständlich: Der BVB gibt nicht auf. 51 Punkte, 15 Spiele ohne Niederlage, sechs Siege in Serie. Das sind Zahlen, die Selbstvertrauen rechtfertigen.
Trainer Niko Kovac hatte vor dem Spiel Vorsicht gepredigt. Die Mainzer unter Urs Fischer seien keine Laufkundschaft, hatte er gewarnt. Tatsächlich kamen die Gäste mit drei Siegen in Folge nach Dortmund. Doch an diesem Abend war der BVB eine Nummer zu groß. Nach dem Seitenwechsel verwaltete die Mannschaft das Ergebnis klug, sparte Kräfte für die kommenden Aufgaben.
Und davon gibt es reichlich. Am Dienstag wartet Atalanta Bergamo in der Champions League, dann folgt das Auswärtsspiel bei RB Leipzig, bevor der große Showdown gegen Bayern steigt. Drei Spiele, die über die Saison entscheiden können. Der BVB hat den Auftakt in diese Wochen der Wahrheit gemeistert.
Was bleibt von diesem Freitagabend? Die Erkenntnis, dass Dortmund bereit ist für den Kampf um die Meisterschaft. Nicht als Außenseiter, der auf Fehler des Favoriten hofft, sondern als ernsthafter Herausforderer, der seine Hausaufgaben erledigt. Bayern wird am 28. Februar in ein Stadion kommen, das an die eigene Stärke glaubt. Das allein ist schon ein Erfolg.