BVB (noch) nicht der Bayern-Jäger

Nur sechs Punkte trennen den BVB von Bayern München. Trainer Niko Kovac schaut dennoch zuerst nach hinten.

BVB (noch) nicht der Bayern-Jäger
Foto: © AFP/SID/SILAS STEIN

Trainer Niko Kovac will Borussia Dortmund keinesfalls verfrüht zum Meisterjäger ausrufen. "Wir können dieses Schicksal, dass die anderen uns nicht einholen, selbst bestimmen. Das andere Schicksal können wir nicht selbst bestimmen", sagte Kovac am Donnerstag während seiner Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). "Da sind wir sechs Punkte hintendran und spielen noch einmal gegen Bayern München."

Dementsprechend schaue er vom zweiten Tabellenplatz aus "erst mal nach hinten", um die Champions-League-Qualifikation zu sichern. "Wenn was übrig bleibt", sagte er zu den Journalistinnen und Journalisten, "könnt ihr sicher sein, dass wir alles versuchen werden." Am Samstag kann der BVB den Rückstand zumindest für eine Nacht auf drei Punkte verkürzen, die Bayern spielen am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim.

Kovac verteidigte zudem die Entscheidung der BVB-Verantwortlichen, in der Winterpause auf Spielerkäufe zu verzichten. "Welcher Klub gibt jetzt jemanden ab, der Stammspieler ist?", fragte er. "Da gibt es keinen einzigen auf der ganzen Welt. Deshalb haben wir keine Notwendigkeit gesehen."

Für Kovac ist das Duell ein Wiedersehen, er war im März 2024 in Wolfsburg entlassen worden. "Ihre 19 Punkte geben nicht die Qualität dieser Mannschaft wieder", betonte Kovac. "Sie haben sehr viele Punkte nach Führungen liegengelassen, das zeigt, dass die Qualität sehr hoch ist."

Filippo Mane wird in Wolfsburg fehlen, der Innenverteidiger fällt mit einer Muskelverletzung "etwa vier bis sechs Wochen" aus. Marcel Sabitzer befindet sich weiterhin im Aufbautraining, Emre Can klagt wieder über Probleme mit den Adduktoren.